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Presseberichte

Energie und fatalistische Endgültigkeit

Westfalenblatt Bielefeld, 27. Juni 2017
"Das Prinzip der Entwicklung und Ableitung aus einem Kernmotiv heraus bestimmt den Bau der dritten Sinfonie von Johannes Brahms, mit der die Junge Philharmonie am Ende für Begeisterung im Publikum sorgte. Neben eruptiver Energie und fatalistischer Endgültigkeit förderte das Orchester auch viel Sentiment ...hervor."
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Junges Sinfonieorchester spielt Wagner und Brahms

Westfalenblatt Herford, 13. Juni 2017
"Sie könnten die Stars der klassischen Musik von morgen sein: Die Junge Philharmonie OWL hat am Sonntagabend im gut besuchten Stadtpark Schützenhof brilliert. Unter der Leitung von Chefdirigent Siegfried Westphal spielte das Nachwuchs-Orchester anspruchsvolle Stücke, darunter Richard Wagners Rienzi-Ouvertüre und die Sinfonie Nr. 3 von Johannes Brahms."
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Junger Blick auf alte Meister

Neue Westfälische Herford, 13. Juni 2017
Die Junge Philharmonie OWL überzeugt aufs Neue ihr Publikum. Siegfried Westphal leitete das Ensemble zum 21. Mal
"Die Junge Philharmonie OWL mit Solistin Farida Rustamova meisterte alle Tücken von Wagner über Sibelius bis Brahms. Das Publikum war hingerissen und verlangte nach mehr."
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Viel Gefühl und Feinarbeit

Westfalenblatt Vlotho, 29. Mai 2017
Junge Philharmonie OWL bereitet sich im Jugendhof Vlotho auf Konzerte vor.
"Er hatte nur wenig Zeit. Siegfried Westphal hat an drei Wochenenden die Junge Philharmonie OWL auf Konzerte in Herford, Bielefeld und Detmold vorbereitet. Die letzten Proben waren jetzt im Jugendhof Vlotho. Aus etwa 70 Jugendlichen ist ein harmonisches Sinfonieorchester geworden, welches anspruchsvolle Stücke von Richard Wagner, Jean Sibelius und Johannes Brahms spielen wird."
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Ein Projekt, das Ohren öffnet

Neue Westfälische Kreis Herford am 30. Mai 2017 und Neue Westfälische Bielefeld am 10. Juni 2017
Bei der viertägigen Arbeitsphase im Jugendhof Vlotho finden 70 Jugendliche zu einem Orchester zusammen. Erstes Konzert am 11. Juni in Herford
" Für das Pressefoto spielt Farida Rustamova spontan Auszüge aus Pablo de Sarasates Carmen- Fanstasie. Mit dem Stück hatte sich die 1993 in Moskau geborene aserbaidschanische Geigerin als Solistin für die Konzerte mit der „Jungen Philharmonie OWL“ (JPO) beworben."
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Ziel sind drei Abende auf hohem Niveau

Neue Westfälische Kreis Herford, 21. Mai 2017
Die Konzertreihe mit Konzerten in Herford, Bielefeld und Detmold steht bevor. Rund 70
junge Musiker musizieren Wagner, Sibelius und Brahms...

"Kreis Herford. Mit Wagners Rienzi-Ouvertüre, Jean
Sibelius’ schönstem und verträumte Violinkonzert d-Moll op. 47 und der Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90 von Johannes Brahms steht Traumhaftes und Romantisches auf
dem Programm der Konzerte der Jungen Philharmonie OWL in Herford, Bielefeld und Detmold..."

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Melodien der Melancholie

Neue Westfälische Lübbecke, 2./3. Juli 2016
Die Junge Philharmonie OWL spielt in der Stadthalle Lübbecke ein Jubiläumskonzert. Seit 20 Jahren
leitet Siegfried Westphal die Orchesterarbeit...
"
Mit Mahlers 1. Symphonie „Titan“ erinnerte die Junge Philharmonie OWL an die Unwetter vergangener Tage. Als das Orchester aus hochbegabten jungen Musikern unter Leitung von Siegfried Westphal sein 20-jähriges Jubiläumskonzert in der gut besuchten Stadthalle in Lübbecke gab, wurden Naturgewalten heraufbeschworen und elementare Kräfte freigesetzt..."
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Ein Sommermärchen im Konzertsaal

Westfalenblatt Lübbecke 28. Juni 2016
Junge Philharmonie OWL gibt ein berauschendes Gastspiel – leider nur 150 Zuhörer
Aber die 150 Zuhörer, die sich davon nicht hatten beeindrucken lassen, hatten ganz eindeutig ihre Prioritäten richtig gesetzt. Das Gastspiel der jungen Musiker im Alter zwischen zwölf und 25 Jahren war hochspannend und geradezu berauschend – ein Sommermärchen im Konzertsaal.
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Zwischen Naturlyrik und Sternenkrieg

Westfalenblatt Bielefeld, 27. Juni 2016
Konzert zum 20-Jährigen der Jungen Philharmonie OWL
"...Für den zweiten Teil hatten sich die jungen Musikerinnen und Musiker eine echte Herausforderung vorgenommen. Allein dem Unterfangen, Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 1 »Titan« in nur acht Tagen einzustudieren, gebührt Respekt..."
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Titanisches zum Jubiläum

Neue Westfälische Bielefeld, 27. Juni 2016
Die Junge Philharmonie OWL unter Siegfried Westphal überzeugten in der Oetkerhalle mit Mahler, Copland, Reinecke und „Star Wars“
"...So fährt einem zu Beginn des finalen Satzes der „Aufschrei eines im tiefsten verwundeten Herzens“ förmlich durch Mark und Bein und das spätere Motiv der Bratschen eiskalt über den Rücken, derart engagiert sind die Musiker bei der Sache..."
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Mit Kuckucksruf und Waldhörnerklang

Lippische Landeszeitung, 21. Juni 2016
Die Junge Philharmonie OWL begeistert bei ihrem Auftritt in Detmold mit Mahler
"... Jetzt feierte Siegfried Westphal im allerbestens besuchten Konzerthaus mit einer begeisternden Interpretation der ersten Sinfonie des Komponisten seine 20-jährige Zusammenarbeit mit der Jungen Philharmonie OWL..."
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Der Alleskönner

Westfalenblatt Bielefeld, 19. Juni 2016 und OWL am Mittwoch, 22. Juni 2016
20 Jahre Junge Philharmonie OWL unter der Leitung von Siegfried Westphal
"...Westphal ist mehr als der Dirigent. Er ist Allrounder, Manager und das Herz der Jungen Philharmonie OWL. Das Rekrutieren der Musiker, Programmentscheidungen, das Aussuchen der Solisten, Notenbeschaffung, Organisation der Proben- und Konzertpläne, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit..."
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"Junge Philharmonie" besteht 20 Jahre

Neue Westfälische Bünde, 14. Juni 2016
Runder Gründungstag: Das beliebte Orchester gab sein erstes Konzert zum Ende der Probenphase.
Anspruchsvollen Stoff gut gemeistert

"...Die Junge Philharmonie OWL sagte im Vorfeld selbst, dass sie sich zum Jubiläum sehr anspruchsvollen Stoff ausgesucht habe und sicherlich leichteren hätte finden können.
Umso erstaunlicher ist es, mit welcher Leichtigkeit sie am Ende mit ihm umgeht...."

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Einzigartiges Klangerlebnis

Westfalenblatt, Bünde, 14. Juni 2016
Junge Philharmonie OWL bringt »Titan«-Sinfonie zu Gehör
"...Die Musiker lassen ihre Instrumente kräftig erklingen, für Sekundenbruchteile verschwinden die Töne im Nichts, um dann umso markanter ins Ohr zu dringen – eine Meisterleistung, die Beifall ohne Grenzen nach sich zieht."
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Er liebt und lebt die Musik

Neue Westfälische Kreis Herford, 10. Juni 2016 und Neue Westfälische Bielefeld, 21. Juni 2016
Außergewöhnliches Engagement: Siegfried leitet seit 20 Jahren die Junge Philharmonie Ostwestfalen
Kreis Herford. Wenn Siegfried Westphal am kommenden Sonntag das Eröffnungskonzert im Bünder Stadtgarten dirigiert, ist es sein 20. Eröffnungskonzert mit der Jungen...
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Vier Tage proben für Mahler

Neue Westfälische Kreis Herford, 31. Mai 2016
Mehr als 80 Jugendliche trainieren in Vlotho für ein anspruchsvolles Konzertprogramm. Vier Konzerte in OWL im Juni geplant
Kreis Herford. Helen Dabringhaus sitzt hinter den Musikern der Jungen Philharmonie OWL, die unter dem Dirigat Siegfried Westphals Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 1 D-Dur "Titan" proben. Die Sinfonie ist ein Teil des Programms, das die zwischen elf und 29 Jahre alten Amateurmusiker im Juni viermal spielen werden.
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Mahler als Herausforderung im 20. Jahr

Neue Westfälische Kreis Herford, 13. Mai 2016
Unter Leitung Siegfried Westphals erarbeiten 85 junge Musiker aus der Region mit Carl Reineckes Flötenkonzert D-Dur op. 283 und Mahlers Sinfonie Nr. 1 D-Dur ein anspruchsvolles Programm
„Ich glaube daran, dass Menschen ihre Grenzen nur dann erweitern können, wenn sie vor Aufgaben gestellt werden, die zunächst als so gut wie nicht zu bewältigen gelten..."
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Bezauberndes Zusammenspiel

Musiktalente spielen Mahler

Herforder Kreisblatt, 12. Mai 2016
»Junge Philharmonie OWL«: Schüler und Studenten proben Anspruchsvolles für vier Konzerte
"Laufen, bremsen, stehenbleiben– Tempo, Tempo, dann Piano. Die Klang- und Tonfolge von Mahlers erster Sinfonie ist ganz schweres Geschütz. Dieser Herausforderung aber stellen sich wieder hochbegabte junge Musiker..."
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Hochbegabter Nachwuchs beweist sein Können

Lippische Landeszeitung, 23.Juni 2015
Junge Philharmonie überzeugt im Konzerthaus mit Präzision und Leidenschaft
"Es erfordert schon Mut, jungen Menschen am Anfang ihrer Laufbahn die sechste Sinfonie von Peter Iljitsch Tschaikowsky anzuvertrauen... Um so überzeugender gelang die die von Leidenschaft geprägte Wiedergabe...."
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Reife musikalische Darstellung

Neue Westfälische Lübbecke, 18. Juni 2015
Junge Philharmonie OWL begeistert mit Werken von Brahms und Tschaikowsky
"... Als Posaunen, Trompeten und Tuba in Tschaikowskys 6. Sinfonie Pathetique ihren Furor über dem Auditorium entluden, fühlte man sich als Zuhörer nicht nur geistig, sondern durchaus auch körperlich bewegt..."
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Beeindruckendes Konzert

Westfalenblatt Lübbecke, 18. Juni 2015
Junge Philharmonie Ostwestfalen spielt in der Lübbecker Stadthalle - Solisten brillieren
"... Am Sonntag verblüfften die Musiker mit ihrem Können, das in nur drei Probenphasen reifen konnte..."
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Ein märchenhafter Zauber

Neue Westfälische Bielefeld, 9. Juni 2015
Junge Philharmonie OWL in der Oetkerhalle mit Ovationen bedacht
"...Umso verblüffender, wie beide diese zunächst ungeschminkten, dann in ausgetüftelten Variationen gesetzten Hürden zu nehmen wissen und darüber hinaus..."
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Vom Abendsegen zum Hexenspuk

Westfalenblatt Bielefeld, 9. Juni 2015
Junge Philharmonie OWL überzeugt beim Konzert in der Oetkerhalle
"Das sehr anspruchsvolle Programm... erregte Neugier und Skepsis. Wie kann ein Jugendorchester..."
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Vituose Darbietung

Bünder Zeitung, 2. Juni 2015
Junge Philharmonie überzeugt im Stadtgarten mit neuem Konzertprogramm
"Die Junge Philharmonie OWL stellte im Bünder Stadtgarten erstmals ihr intensiv eingeübtes Programm vor..."
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Die Leidenschaft junger Interpreten

Neue Westfälische Bünde, 2. Juni 2015
Tournee-Auftakt der "Jungen Philharmonie" am Sonntagabend im Stadtgarten
"Warum macht es sich Westphal nicht einmal leicht, fragt man sich? Weil er es kann..."
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Wie Musik lebendig wird

Neue Westfälische Kreis Herford, 21. Mai 2015
Junge Philharmonie OWL: Ein Sinfonieorchester für vier Konzerte/Vier Tage Arbeitsphase in Vlotho
"Habt Ihr noch Wünsche?, fragt Siegfried Westphal in Richtung der Solisten Jana Telgenbüscher (Violoncello) und Andrés Ramírez-Gastón (Violine)..."
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Ein Rausch der Emotionen

Neue Westfälische Kreis Herford, 08. Mai 2015
Junge Philharmonie probt romantisches Programm
"Wenn die Zuhörer am Ende nicht heulend aus dem Saal gehen, haben wir etwas falsch gemacht, sagt Siegfried Westphal..."
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Mit Spielfreude und Leidenschaft

Herforder Kreisblatt, 7. Mai 2015
Junge Philharmonie OWL probt für ihre Konzertreihe
"Den Schatz der klassischen Musik in Zeiten von G8 und Facebook an die junge Generation weiterzugeben, ist nicht leicht. Das weiß Dirigent Siegfried Westphal..."
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Hochromantisches mit der Jungen Philharmonie OWL

Neue Musikzeitung (NMZ), Februar 2015
"... Hier herrschte eine Harmonie, ein gemeinsamer musikalischer Geist, der auf die bewundernswerte orchesterpädagogische Arbeit des Dirigenten und seines Dozententeams zurückzuführen ist..."
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Musik voller Emotionen

Lippe aktuell, 9. Juli 2014
Junge Philharmonie OWL begeistert mit homogenem Spiel
"Jedes Jahr aufs Neue schafft es die Junge Philharmonie OWL, die Werke großer Komponisten nicht nur zu spielen, sondern sie so mitreißend zu interpretieren, dass das Publikum in einen wahren Strudel der Emotionen gerät. Und dies bewiesen die jungen Künstler mit Leichtigkeit bei ihrem Abschlusskonzert im Detmolder Konzerthaus..."
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Musikalischer Mount Everest

Neue Westfälische Bielefeld 24.06.2014
Junge Philharmonie meistert anspruchsvolles Programm
"...An lediglich acht Probentagen studierte der musikalische Nachwuchs der Jungen PhilharmonieOWLein Konzertprogramm ein, das es wahrlich in sich hat. Dass Orchesterleiter Siegfried Westphal
dabei auch auf vielversprechende junge Solisten setzt, gehört zur guten Tradition der JPO..."
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Eine perfekt abgestimmte Romanze

Lippische Landeszeitung 1. Juli 2014
Junge Philharmonie OWL zeigt ihr ganzes Können mit Werken der Trias Bruch, Dvorak, Brahms
"Die Junge Philharmonie OWL hat am Sonntag mit anspruchsvollen Orchesterwerken der Romantik brilliert. Mit der Trias Bruch, Dvorak und Brahms haben die jungen Musiker aus ganz OWL im Alter zwischen 12 und 25 die Herzen zahlreicher Hörer im Konzerthaus der Detmolder Hochschule für Musik erobert..."
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Homogen und hochromantisch

Westfalenblatt Bielefeld 24.06.2014
Konzert der Jungen Philharmonie OWL
"...Im hochromantischen Werkekanon erwies sich die Junge Philharmonie OWL jetzt beim Gastspiel in der Oetkerhalle als technisch und stilistisch brillant aufgestelltes Orchester. Und auch solistisch blieben keine Wünsche offen..."
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Romantischer Sommerabend

Neue Westfälische Bünde 17.06.2014
Die Junge Philharmonie OWL begann ihre diesjährige Konzertreihe am Sonntag im Stadtgarten
"...Die Ausdruckskraft der Jungen Philharmonie muss sich mitnichten hinter allen professionellen Orchestern verstecken..."
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Bezauberndes Zusammenspiel

Westfalenblatt, Bünde; 17.06.2014
Junge Philharmonie gibt Premierenkonzert im Stadtgarten
"...Ein Programm mit großen Werken der romantischen Orchesterliteratur wurde von den jungen Musikern und ihrem wie gewohnt professionell agierenden und sensibel fordernden Dirigenten mit viel musikalischem Sachverstand und Herzblut dargeboten. So hinterließ das Konzert einen nachhaltigen Eindruck beim fasziniert lauschenden Publikum..."
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Leuchtende talente

Neue Musikzeitung (NMZ), März/April 2014
"...der Blick in die Zukunft ist vielversprechend: In der kommenden Arbeits- und Konzertphase im Mai/Juni steht mit dem Cellokonzert von Antonín Dvořák und der ersten Sinfonie von Johannes Brahms Hochromantisches auf dem Programm."
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Mut zu Bruckner

Lippe Aktuell, 06.07.2013
Konzert der Jungen Philharmonie OWL
"...Ein Glück, dass solch wertvolle Institutionen wie die Junge Philharmonie OWL bestehen. Und dies seit mehreren Jahren und auf hohem künstlerischen Niveau.
Übrigens hat die Jugend auf dem Podium zugleich Auswirkungen auf die Publikumsstruktur: Viele junge Leute, Familien mit Kindern wohnten dem Konzert bei. Keine Anzeichen von überaltertem Publikumsdurchschnitt..."

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Familiärer Zusammenhalt, Anspruch

Neue Musikzeitung (NMZ), Juli/August 2013
Siegfried Westphal und die Junge Philharmonie Ostwestfalen-Lippe
"...Schulzeitverkürzung, offene Ganztagsschulen, sinkendes Niveau und Ensemblesterben: Wenn Siegfried Westphal über seine Erfahrungen in Jugendorchestern spricht, kann man die Augen vor den problematischen Entwicklungen in der Musikausbildung nicht länger verschließen..."
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Junge Philharmonie OWL glänzt im Konzerthaus

Lippische Landeszeitung, 3. Juli 2013
Viel Applaus für das Orchester und Solistin Helen Dabringhaus
"...Helen Dabringhaus hatte nicht nur den langen Atem, diese ewigen Passagen durchzustehen. Sie formte jede Linie zu faszinierenden Perlenketten aus klar artikulierten Einzeltönen und phrasierte sie darüber hinaus zu verständlichen Bögen. Siegfried Westphal hatte das Orchester, das aus im Wettbewerb „Jugend musiziert“ ausgezeichneten Jugendlichen besteht, hervorragend auf dieses Konzert vorbereitet, so dass es der Flötistin ein kongenialer Partner wurde..."
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Hut ab vor dieser Leistung

Neue Westfälische Paderborn, 27.06.2013
Junge Philharmoniker vollbringen musikalische Schwerstarbeit mit Bruckners Großwerk
"...Es ist schon beachtlich, was die jungen Künstlerinnen und Künstler da vollbrachten: Musikalische und körperliche Schwerstarbeit und das für die Dauer einer Stunde, unterteilt in vier höchst unterschiedliche Sätze, die alle Nuancen der spätromantischen Ästhetik bei hohem spieltechnischem Anspruch aufs intensivste zur Geltung bringen wollen.
Hut ab vor dieser Leistung, Hut ab vor der verantwortungsvollen Leistung Siegfried Westphals, der seiner Truppe diesen hohen Anspruch zumutet und die jungen Musiker zu bemerkenswerten Leistungen führt.."
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Lustvolle Herausforderung

Neue Westfälische, Lokale Kultur 25.6.2013
Junge Philharmonie OWL in der Oetkerhalle
VON MICHAEL BEUGHOLD

B i e l e f e ld . Immer wieder beweist die Junge Philharmonie OWL in anspruchsvollster Orchesterliteratur ihre erstaunliche Leistungsfähigkeit. Diesmal hatte man sich mit Anton Bruckners 6. Sinfonie einen besonders schweren „Brocken“ vorgenommen. Was seinerzeit regelmäßig als unspielbar (von den Wiener Philharmonikern) abgelehnt wurde, diese nur Bruckner eigene gewaltige Klang-Architektur von feierlicher Größe, fordert den erfahrenen ganzen Sinfoniker. Den jungen Musikern glückte beim Auftritt in der Oetkerhalle Bemerkenswertes.

Spieltechnische Bewältigung und klangliches Erfassen der Musik sprechen Bände für die orchesterpädagogische Arbeit von Siegfried Westphal, der die siebzig Teens und Twens spürbar zu Höchstleistungen angespornt hat und in kurzer Probenzeit so viel Bruckner-Feeling entwickeln konnte. Auch seine dirigentische Vermittlung und Ausstrahlung führte zu einer beeindruckend präzisen und prägnanten Partitur-Umsetzung, wobei die Großform aus dreifaltigen Themenkomplexen, blockhaften „Registrierungen“ und Steigerungen in der 1881 fertig gestellten „Sechsten“ vergleichsweise weniger schroff aufgekantet, dafür fließender, gelöster angelegt ist.

Die Herausforderung Bruckner bietet allen herrliche Aufgaben, die der Klangkörper als trefflich abgestimmtes Ganzes wie in den einzelnen Stimmgruppen auskostete. Die „lang gezogenen“ Streichergesänge verströmten majestätischen Ernst; blitzsauberer Geigenklang und schmuck agierende Holzbläser führten auf eine lichtdurchflutete Kopfsatz-Landschaft voller Vitalität, die Blechbläser-Riege übergipfelte lustvoll mit gleißend praller Strahlkraft. Dabei ließ die dynamische Auffächerung und Geschmeidigkeit keine Wünsche offen. Das „sehr feierliche“ Adagio entfaltete sich in weit aufgespannten, auch strukturell durchzeichneten Bögen. Das Scherzo bekam funkelnd feingliedrigen Aufriss. Und das Finale türmte sich ohne jede Einbuße bei Intonation oder Konzentration in Bruckner-typischer Emphase zum vielfarbigen Panorama auf. Reicher Beifall (bei leider eher schwachem Besuch) belohnte eine reife Leistung mit noch zwei kurzen „Nachschlägen“.

Vor dem einstündigen sinfonischen Gipfelsturm stand zweimal solistisches Konzertieren. Mit Max Bruchs zeitgleichem schwermütigen Konzert-Adagio nach hebräischen Melodien „Kol Nidrei“ gab Cello-Stimmführerin Daniela Kükenshöner eine schöne Talentprobe ab. Ohne jede Larmoyanz, dafür mit tonheller feiner Ausdrucksgebung bis ins (allenfalls gegenüber der Bläserdichte nicht optimal ausbalancierte) Hochlagenspiel.

Als quecksilbriges Kontrastprogramm präsentierte die langjährige Orchester-Ehemalige Helen Dabringhaus mit inzwischen reicher Studiums- und Konzerterfahrung Jacques Iberts Flötenkonzert. Gestalterisch überlegen schenkte sie dem virtuos-brillanten Neoklassiker von 1932 ausgereifte Technik, bestechende Artikulation und Klarheit des Ton. In fein dissonanter bis bitonaler Orchester-Gleichgestimmheit berührte das Andante-Linienspiel, machten die von ihr mit pointiertem Aplomb und leichtfüßiger Tempo-Bravour servierten Ecksätze mitreißende Wirkung. Als Zugabe verblüffte ein gewitzt-nostalgisches Stück Dampflok-Evokation in avantgardistischer Spieltechnik die Hörer.

Melancholie und Kühnheit

Westfalenblatt Bielefeld, 25.06.2013
Konzert der Jungen Philharmonie in der Oetkerhalle
"...Das Orchester hingegen feierte seinen großen Moment im letzten Werk des Abends mit Anton bruckners Sinfonie Nr. 6 A-Dur. Im zu Unrecht selten aufgeführten Werk mit avantgardistischen Ansätzen und harmonischer und motivischer Kühnheit wussten die jungen Musiker von Beginn an zu fesseln..."
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Teilweise zu viel des Guten

Westfalenblatt Paderborn 24.06.2013
Junge Philharmonie spielt voller Elan
"...Solistin Helen Dabringhaus bezauberte an der Querflöte mit schönster Phrasierungskunst und schwerelosen Verzierungen, was den Zuhörern eine tiefe Innerlichkeit verbunden mit geerdetem Klang vermittelte. Das Orchester der jungen Philharmonie bereitete ihr hier einen gelungenen Klangteppich, auf dem sie ihre Spielkunst ausbreiten konnte..."
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(zum Vergößern auf das Bild klicken)

Junge Musiker beschließen den Sommer

Neue Westfälische Bünde, 11. Juni 2013
Junge Philharmonie auf Gut Böckel
"...Beinahe möchte man behaupten, dass es ein Wagnis für Siegfried Westphal gewesen sein muss, dieses sehr junge, über sechzigköpfige Ensemble an so ein Werk heran zu führen. Ihm gelang es mit Bravour, Details und Feinheiten herauszuarbeiten. Möchte man glauben, dass in diesem Alter bei den Musikern noch mehr die Technik, das Tempo und die passende Akzentuierung als das Einfühlungsvermögen im Vordergrund stehen könnte, so sah man sich dessen bei dieser Aufführung getäuscht. ..."
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Erstes Konzert auf Gut Böckel

Westfalenblatt, 24. Mai 2013
Junge Philharmonie spielt am 9. Juni

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Hohes Niveau schwer zu halten

Neue Westfälische, 24. Mai 2013
Schüler haben immer weniger Zeit / Junge Philharmonie OWL gastiert auf Gut Böckel
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Reportage in Radio Herford vom 25. Mai 2012:

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Steffens’ „Guernica“ geht unter die Haut

Lippische Landeszeitung, 3. Juli 2012
Junge Philharmonie OWL erhält viel Applaus für ihren Auft ritt im Detmolder Konzerthaus
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Komponist, Dirigent und Solist:

Walter Steffens, Siegfried Westphal und Borge ten Hagen im Detmolder Konzerthaus. Photo: LZ

Musiker wachsen über sich hinaus

Westfalenblatt Bielefeld, 2. Juli 2012
Junge Philharmonie OWL in der Oetkerhalle
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Wechselnde Gefühlslagen

Neue Westfälische, Bielefeld, 02. Juli 2012
Junge Philharmonie OWL gastierte in der Oetkerhalle
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Gemeinsam musizieren und Freunde treffen

Westfalenblatt, Bielefeld, 27. Juni 2012
Siegfried Westphal dirigiert die Junge Philharmonie OWL
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Gefühlt mitten im Luftkrieg

Westfalenblatt, Paderborn, 11. Juni 2012
Junge Philharmonie OWL spielt »Guernica«
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Brillantes Spiel

Neue Westfälische, Paderborn, 11. Juni 2012
Konzert der Jungen Philharmonie Ostwestfalen -Lippe in der Paderhalle
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Zwischen Drama und Glückseligkeit

Neue Westfälische, Herford, 04.06.2012
Famose Konzert-Premiere der Jungen PhilharmonieOWLunter Siegfried Westphal
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Der vertonte Bürgerkrieg

Herforder Kreisblatt, 5. Juni 2012
Junge Philharmonie spielt im Schützenhof vor wenigen, aber begeisterten Zuschauern
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Frenetischer Beifall für fleißige Jugend

Lippische Landeszeitung, 13. Juli 2011
Junge Philharmonie Ostwestfalen-Lippe meistert anspruchsvolles Programm vorbildlich
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Detmold. „Meine Mutter muss hier auch irgendwo rumspuken“, klang es aus jugendlichem Munde. Ja, es waren viele Verwandte und Freunde im voll besetzen Konzerthaus. Aber der mehr als frenetische Beifall galt nicht nur den eigenen Sprösslingen, sondern belohnte auch die vorbildliche Leistung, mit der die „Junge Philharmonie“ ein anspruchsvolles Programm meisterte. Fleiß, Ausdauer, Geduld, Zielstrebigkeit, Motivation, Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit, Flexibilität, Frustrationstoleranz: Die Reihe der Tugenden, die einen jungen Charakter für die Herausforderungen einer offenen Gesellschaft machen, ließe sich endlos fortsetzten. Ebendiese Tugenden begleiten die Instrumentalisten der Jungen Philharmonie Ostwestfalen-Lippe seit frühester Jugend. Und das zudem noch auf einem Gebiet, das nicht nur ihnen selbst, sondern darüber hinaus eine existenziell menschliche Freude zu bereiten vermag: der Musik.
Unter der fachkundigen und engagierten, also motivierenden, Leitung von Siegfried Westphal erarbeiteten sich die jungen Musiker für die vier Konzerte (das in Detmold war das letzte einer kleinen Tournee) mit der fünften Sinfonie von Antonin Dvořák (1841–1904), dem „Danse macabre“ von Camille Saint-Saëns (1835–1921) und dem ersten Violinkonzert von Max Bruch (1838–1920) ein sinfonisches Programm, das jedem professionellen Orchester bestens zu Gesicht gestanden hätte. Mit der 1989 in Bielefeld geborenen Eva Thomas hatte das Orchester eine hochtalentierte Geigerin als Solistin für das bis heute ungebrochen populäre Violinkonzert gewonnen. Die inzwischen in Köln studierende Eva Thomas hatte nicht nur die enormen spieltechnischen Anforderungen (Doppelgriffe, weite Sprünge, hohe Geläufigkeit) auswendig im Griff, sie überzeugte auch mit einer selbstbewussten Musikalität, die im ersten Satz ganz besonders berührte und den klangvollen Ton ihres Instrumentes im zweiten Satz noch einmal besonders schön leuchten lies.
War das Orchester der Solistin bei Bruch insgesamt ein sehr guter Partner, so belegten die jungen Instrumentalisten ihr durchweg außerordentliches Niveau in der Dvořák-Sinfonie noch einmal nachhaltig. Starke Leistungen der Holzbläser und feinsinniges Spiel des gesamten Streichersatzes machten nicht nur die ungewöhnliche Form dieser Sinfonie plausibel, sondern entlockten ihr immer wieder den höchst ansprechenden Unterton der böhmischen Folklore, aus der die Sinfonie ihre ganz besondere Aura zieht. Und zwar gerade weil sie von Dvořák nicht als vordergründiges Wiedererkennungsspiel
eingesetzt wird. (ans)

Geigerin lässt Publikum dahinschmelzen

Westfalenblatt Lübbecke, 5. Juli 2011
Junge Philharmonie OWL erntet Bravo-Rufe in der Stadthalle

Von Cornelia M ü l l e r
L ü b b e c k e (WB). Neun Sterne zieren das Logo des Kultursommers – ein Stern für jede Veranstaltung. Für das Gastspiel, das die Junge Philharmonie OWL am Sonntag in der Stadthalle gegeben hat, hätte man kein schöneres Symbol finden können.
Das von Siegfried Westphal geleitete Orchester hat den 200 Zuhörern eine Sternstunde der klassischen Musik bereitet. Die Junge Philharmonie OWL – damals noch Kreisjugendsinfonieorchester Herford – wurde 1997 nach mehrjähriger Spielpause von Siegfried Westphal neu gegründet. Das Orchester ist ein reines Projektorchester: Die jungen Musiker im Alter von zwölf bis 25 Jahren reisen aus ganz Ostwestfalen, teils sogaraus Süddeutschland an, um an zwei langen Probenwochenenden das Programm für die jährlichen Konzerte einzustudieren. So etwas ist überhaupt nur möglich, wenn die Orchestermitglieder ausgesuchtes Talent und großen persönlichenEinsatz mitbringen. Das Ergebnis sind Konzerte auf höchstem Niveau, wie sie jetzt auch das Lübbecker Publikum erleben durfte.
Der effektvolle Programmauftakt, Camille Saint-Saens' »Dance macabre«, war ein Einstieg nach Maß. Der zwölfmalige »Glockenschlag« der Harfe läutete einen rauschhaften Totentanz ein und markierte gleichzeitig den Beginn eines ganz und gar berauschenden Konzertes. Dessen erster Höhepunkt war das 1. Violinkonzert von Max Bruch, ein Werk, das bei Solisten und Publikum gleichermaßen beliebt ist. So beliebt übrigens,
dass Max Bruch selbst einmal gesagt hat: »Ich kann dieses Konzert nicht mehr hören. Habe ich vielleicht nur dieses eine Konzert geschrieben?« Hätte er die junge Bielefelder
Geigerin Eva Christina Thomas gehört, hätte er vielleicht weniger mit diesem Schicksal gehadert. Sobald die zierliche junge Frau den Bogen ansetzte, war es um die Zuhörergeschehen: Mit technischer Brillanz, wunderbarer Intonation
und unglaublicher Ausdruckskraft lieferte sie eine virtuose Interpretation des dreisätzigen
Werkes und führte durch ein zart schmelzendes Adagio bis zum selbstbewussten Schluss. Das beeindruckte nicht nur das Publikum, das die Solistin mit Bravo-Rufen feierte, sondern auch die Orchestermitglieder, die ebenfalls lautstark applaudierten und ihren Respekt vor der Leistung der begnadeten Musikerin zeigten.
In der zweiten Programmhälfte geriet dann Dvoraks 5. Sinfonie noch einmal zum Triumph für das ganze Orchester. Siegfried Westphal verstand es, seinem Ensemble einen sehr differenzierten und variablen, zugleich sehr runden Klang zu entlocken. Bis zum letzten Ton der Zugabe, »Mars, der Kriegsbringer« aus Gustav Holsts Suite »Die Planeten«, konnte das Orchester die Spannung halten, ja sogar immer mehr steigern. Irgendwann aber kam er dann doch, der Hahnenschrei, der das Ende des Tanzes beziehungsweise des
Konzertes kündete. Was blieb, war ein Publikum, das ganz hingerissen von diesem noch lange nachhallenden musikalischen Erlebnis war und sich
dafür stehend applaudierend bedankte.

Technisch brillant und sehr ausdrucksstark:

Die Solistin Eva Thomas begeistert mit Bruchs 1. Violinkonzert.

Junge Musiker mit Ambitionen

Neue Westfälische Lübbecke, 5. Juli 2011
Kultursommer bot romantische Kompositionen in der Stadthalle Lübbecke/Stehende Ovationen für Junge Philharmonie OWL
Lübbecke. Sie sind eine überaus ambitionierte Gruppe junger Musiker: die Junge Philharmonie OWL. Unter Leitung ihres Spiritus rector Siegfried Westphal hat das Ensemble in kurzer Zeit drei Werke der musikalischen Romantik einstudiert und am Sonntag in der Stadthalle Lübbecke in Symphonieorchester-Stärke zum Besten gegeben.
Camille Saint Saens "Danse macabre" geriet zum Auftakt vielleicht ein wenig zu verhalten, nicht diabolisch genug, trotz schönem Solo der ersten geigerin. Hier wäre noch mehr Empfase, mehr interpretatorische Glut denkbar gewesen.
Umso erfreulicher, dass mit dem Violinkonzert Nr. 1 in g-Moll von Max Bruch mit der jungen Bielfelder Solistin Eva Thomas ein Klassiker der Konzertliteratur in beeindruckender Weise erklang, jenes Stück, für das der aus Köln stammende Komponist heute fast ausschließlich bekannt ist. Eva Thomas bewältigte das Werk scheinbar mühelos. Technisch anspruchsvollen Passagen stellte sie tiefe romantische Empfindung gegenüber. Die Junge Philharmonie stand ihr als aufmerksame Begleitung zur Seite. Siegfried Westphal leitete mit Umsicht, spornte die Musiker zu großer Leistung an und fand ein ums andere Mal Gelegenheit, auch Nebenstimmen herauszuarbeiten. Dreimal mußte sich die Solistin dem begeistert applaudierenden Publikum in der leider nicht voll besetzten Stadthalle zeigen. Eine größere Resonanz wäre der Qualität der Darbietung angemessen gewesen.
Die fünfte Symphonie Antonin Dvoraks steht im Schatten ihrer prominenteren Schwestern. Ganz besonders die Neunte überstrahlt das weitere symphonische Schaffendes Tschechen.
Aber auch die fünfte versprüht ihren ganz besonderen Liebreiz. Böhmisch musikantisch der erste Satz; der zweite wird von einem elegischen Motiv in den Celli eröffnet, das zuerst von den hohen Streichern und dann von weiteren Instrumentengruppen aufgegriffen wird. Nach einem tänzerischen "Allegro scherzando" eröffnen die Celli und Kontrabässe den Schluzssatz, der vor Energie zu bersten drohte. Auch wenn das Spiel der Streicher in schneller Figuration nicht immer ganz homogen geriet - das kann man einem Jugendorchester wahrhaftig nicht ankreiden - nutzen noch einmal alle Orchestergruppen die Gelegenheit, sich auszuzeichnen.
Wer aber glaubte, ein ausgezeichnetes Konzert sei damit beendet gewesen, sah sich getäuscht.
Mit dem kriegerischen "Mars" aus Gustav Holsts Orchestersuite "Die Planeten" setzten die jungen Musiker mit einem orchestralen Parforce-Ritt ganz zum Schluss noch ein fulminantes Ausrufezeichen, für das das Auditorium schließlich stehend applaudierte.

Überzeugten mit Qualität:

Die Musiker der Jungen Philharmonie OWL in der Lübbecker Stadthalle.

Tanz der Temperamente

Neue Westfälische Bielefeld, 4. Juli 2011
Oetkerhalle: Konzert der Jungen Philharmonie OWL
Christoph Guddorf
Bielefeld. Mit 19 Jahren schloss Max Bruch sein Studium am Kölner Konservatorium ab – aus dieser Zeit stammen auch die Skizzen zu seinem 1. Violinkonzert. Doch sollten noch weitere elf Jahre vergehen, bis das Werk seine vollendete Form annahm und Joseph Joachim es 1868 uraufführte.
Eva Christina Thomas, die Solistin beim Konzert der Jungen Philharmonie OWL in der Oetkerhalle, hat es zum Studieren in die Geburtsstadt Bruchs, Köln, verschlagen. Ihren ersten Geigenunterricht bekam die 21-Jährige in Herford, geboren aber ist sie in Bielefeld.
Das g-Moll-Konzert, eines der wenigen Werke Bruchs, die regelmäßig im Konzertsaal erklingen, findet in Thomas eine Künstlerin, die seine Ansprüche in puncto Technik und Ausdruck bereits gewachsen aufnimmt. Mit intensivem Ton, genügend Schmelz, rhythmisch-elastischem Verve und "rheinischer" Leidenschaft wirft sich die junge Geigerin ins musikalische Geschehen, nimmt es spielerisch mit den zahlreichen Tücken dieses typischen Virtuosenstückes auf. Auch der Klangschönheit und melodischen Ausdrucksstärke wird sie mit Herz und Seele gerecht. Ohne allzu viel Pathos und Vibrato offenbart sie eine eher geradlinige Herangehensweise, in der ihr das Orchester unter Siegfried Westphal – wenn auch mehr mit "westfälisch" verhaltenem Temperament – folgt.
Eine Verhaltenheit, bei der sich die Wirkung des einleitenden "Danse macabre" (einem Totentanz klappernder Skelette!) von Camille Saint-Saëns beinahe umkehrt. Verbreitet die auf der höchsten Saite von e nach es verstimmte, den gespenstischen Reigen intonierende Sologeige – hier übernommen von Konzertmeisterin Luise Krawulski – schon von Natur aus Unbehagen, will ein unheimlicher Spuk im Folgenden nicht wirklich aufkommen, geschweige denn ein Hahn danach krähen . .. Zu unbewusst in seiner Fahlheit, zu glatt in seiner Verzerrtheit, wenig gleißend in seinen Extremen. Schade, handelt es sich doch sozusagen um ein Vorzeigestück draufgängerisch-morbider Phantastik.
Musizierlaune bei Dvorák
In der "heilen" Welt Antonin Dvoráks und seiner 5. Sinfonie hingegen scheint sich die Junge Philharmonie heimischer zu fühlen. Die tschechisch-folkloristische Einfärbung und überwiegend idyllisch-heitere Motivik dieser Sinfonie kommt durchweg zum Tragen – dieser Stimmung können auch einige schwermütige Intermezzi keinen Abbruch tun. Ob kräftige slawisch-böhmische Tanzweisen, Naturlaute oder Dumka-Melodik – die im Orchester steckende, differenzierende Musizierlaune scheint geweckt und überzeugt vor allem im erstaunlich geschlossen klingenden Streicherapparat und in den quirligen Holzbläserstimmen. Applaus gibt es jedenfalls bereits zwischen den Sätzen.
Das hingerissene Publikum im zumindest halb besetzten Parkett der Oetkerhalle kann auf eine Zugabe zählen: Mit Gustav Holsts astrologischem Charakterbild "Mars – der Kriegsbringer" (aus: "Die Planeten") wählt die Junge Philharmonie ein Werk, das neben seiner vielseitigen stilistischen Einflüsse vor allem durch seine "cineastische" Klanggewalt fesselt. Ein markiger Schlusspunkt!

Spiel voller Vitalität und Virtuosität

Bünder Zeitung, 21. Juni 2011
Großes Sinfoniekonzert mit der Jungen Philharmonie OWL im Bünder Stadtgarten
Heike Festerling
B ü n d e (BZ). Mit einer grandiosen Leistung berauschten die Musiker der Jungen Philharmonie OWL unter Dirigent Siegfried Westphal am Sonntagnachmittag das Publikum im Bünder Stadtgarten.

Zu Beginn des Konzertes stand die sinfonische Dichtung »Danse macabre« von Camille Saint-Saens auf dem Programm. Dieses spätromantische Werk interpretierten die jungen Musiker mit viel Gespür für die Stimmung des Werkes. Siegfried Westphal führte sie ebenso behutsam wie fordernd durch dieses erstaunliche Werk
und ließ dem Orchester viel Spielraum für eine große musikalische Klangentfaltung. Die Spielfreude war auch der Soloviolinistin anzumerken, die immer wieder den makabren Walzer intonierte, von dem die anderen Instrumente förmlich mitgerissen wurden. Bereits mit diesem ersten Werk hatte sich die Junge Philharmonie in die Herzen des Publikums gespielt, das nun um so gespannter auf die weiteren Kunstgenüsse dieses Konzertes wartete.
Mit Eva Thomas (Violine) als Solistin des berühmten g-moll Konzertes von Max Bruch präsentierte sich eine herausragende junge Künstlerin, die mit einem hohen Maß an Musikalität und Können die Zuhörer völlig zu verzaubern wusste. Bereits mit den ersten Tönen dieser wunderbaren Komposition entfaltete sie den ebenso warmen wie elegischen Klang ihres Instrumentes. Immer wieder setzte sie mal zupackend, mal lyrisch gestimmt zur Interpretation der herrlichen Kantilenen dieses Werkes von Bruch an. Dabei fand sie im Orchester einen perfekten Partner, der unter Siegfried Westphals Dirigat der Solistin viel Spielraum für ihre atemberaubende Interpretation ließ. Den berühmten zweiten Satz spielte Eva Thomas sehr intim und unaufgeregt, was um so schöner wirkte, da gerade dieser Satz in seiner hochromantischen Attitüde häufig überinterpretiert wurde. Wie wohltuend wirkte er durch Eva Thomas klangvolles Spiel. Der letzte Satz sprühte bei allen Beteiligten nur so vor Vitalität und Virtuosität, was die Zuschauer zu großer Bewunderung und stürmischem Applaus für diese außergewöhnliche Künstlerin hinriss.
Nach der Pause erklang die 5. Sinfonie in F-Dur von Antonin Dvorak, die relativ selten in Konzerten zu hören ist, aber nichtsdestotrotz einen großen musikalischen Reichtum in sich birgt. Die Junge Philharmonie zeigte, dass sie trotz der nur siebentägigen Probenzeit mitten im Werk stand und hervorragend die prächtige Klangfülle dieses Werkes zu entfalten wusste. Sehr sauber und stets präsent zeigten alle Instrumentengruppen und teilweise solistische agierenden Instrumentalisten, dass sie mitten im Werk standen und von ihren Lehrern hervorragend für diese Konzerte geschult wurden. Die Leistung dieser jungen Menschen ist nicht hoch genug zu bewerten. Man bemerkt und hört ihr Engagement und ihre gemeinsame Liebe zur Musik überdeutlich.
Daran hat Siegfried Westphal mit seiner unermüdlichen Motivation und seinem großen musikalischen Erfahrungsschatz einen riesigen Anteil. Er führte die Musiker perfekt durch die hohen musikalischen spieltechnischen Anforderungen dieses Werkes. Für das Publikum war dieses Konzert ein große Freude. Und viele der Zuhörer werden gedacht haben: »Hut ab vor dieser enormen musikalischen Leistung!« Für den stürmischen Applaus bedankten sich die jungen Musikerinnen und Musiker mit einem Werk, das ihnen förmlich auf den Leib geschrieben zu sein schien. Gustav Holsts »Der Mars« aus dem Zyklus »Die Planeten« rundete dieses klanggewaltige, großartige Konzert bestens ab. Viele Zuhörer werden sicherlich schon gespannt auf das Ergebnis der nächsten Arbeitsphase 2012 warten.

Photo: Bünder Zeitung

"Die Präzision ist beeindruckend"

Neue Westfälische, 21. Juni 2011
Auftakt-Konzert der Jungen Philharmonie OWL am Sonntag im Bünder Stadtgarten
VON NICOLAS BRÖGGELWIRTH
Bünde. Am Sonntag begann unter der Leitung von Siegfried Westphal im Stadtgarten die Konzertreihe der Jungen Philharmonie OWL. Auf dem Programm standen Werke von Camille Saint-Saéns, Max Bruch und Antonín Dvorák. Als besonderer Gast war als Solo-Violinistin Eva Thomas mit dabei.
Noch vor dem eigentlichen Konzert hatte das Publikum die Gelegenheit, sich eine sehr informative Werkeinführung von der Musikvermittlerin Sandra Niermann anzuhören, was am Sonntag leider nur von lediglich etwa 30 eher älteren Musikinteressierten genutzt wurde. Doch später im Konzertsaal wandelte sich das Bild.
Ungefähr 200 Gäste waren in die Stadthalle gekommen, darunter auch viele junge und jüngste interessierte Zuhörer. "Für ein klassisches Konzert in einer Stadt von der Größe wie Bünde bin ich mit der Auslastung sehr zufrieden", sagte Siegfried Westphal, Leiter des Abends. Er unterrichtet unter anderem seit 1987 die Celloklasse der Musikschule Bünde und dirigiert seit 1995 deren Sinfonieorchester.
Nur wenige Tage hatten die etwa 70 jungen Musiker im Alter zwischen 13 und 25 Jahren Zeit, die Werke dieses Abends einzustudieren. Die Instrumentalisten reisten selbst aus Köln und Stuttgart an. "Einige von ihnen sind Weggezogene, die immer wieder und jedes Jahr mit dabei sein wollen", erläuterte Westphal nicht ohne berechtigten Stolz.
Begonnen wurde der Abend mit dem "Danse macabre", dem "Totentanz", von Camille Saint-Saéns, uraufgeführt im Jahr 1875. Wer bis dahin noch glaubte, ein Jugend-Orchester würde in seiner Qualität weit hinter einer professionellen Philharmonie zurückstehen müssen, sah sich bereits nach den ersten Takten arg im Irrtum. Westphal begann mit expressiver Mimik, die Musiker durch das Konzert zu leiten.
Zur Aufführung des ersten Violinkonzerts in g-Moll, Opus 26, von Hans Bruch betrat ein fast schon kleiner Star den Konzertsaal. 1989 in Bielefeld geboren hat Eva Christina Thomas an Preisen schon fast alles mitgenommen, was man abräumen kann. Noch bevor sie 20 Jahre war, trat sie mit dem "New Jersey Philharmonic Orchestra" in der Carnegie-Hall in New York auf. Neben ihrer Virtuosität zeigte sich auch bei diesem Werk, wie es dem ganzen Ensemble gelang, Dynamik und Leben in eine Komposition zu bringen. "Ich hatte gerade mal zwei Tage plus Generalprobe Zeit, um das Stück mit dem ganzen Orchester einzustudieren. Das ist für diese Aufgabe schon arg wenig", sagte Thomas. "Die Akustik des Saales hat ein wenig viel Hall. Umso mehr bin ich vom Ergebnis des heutigen Abends begeistert. Die Präzision, mit der Herr Westphal arbeitet und im Vorfeld gearbeitet hat, ist einfach beeindruckend."
Den vollen Umfang ihres Könnens konnte die Junge Philharmonie durch die 5. Sinfonie in F-Dur, Opus 76, von Antonín Dvorák zeigen. Allgemein ist es eine eher unbekannte Komposition des Autors. Doch die romantische Harmonik konnte im gesamten Konzertsaal auch emotional auf die Zuhörer gelungen transportiert werden.
Der ganze Abend war eine großartige und gelungene Veranstaltung, was vom Publikum am Ende mit langem Applaus honoriert wurde. Und als Zugabe gab es mit "Mars", dem ersten Satz aus der Orchestersuite "Die Planeten" von Gustav Holst, noch einmal "richtig etwas auf die Ohren". Die Junge Philharmonie OWL spielt ihr diesjähriges Programm noch am 2. Juli in Bielefeld, am 3. Juli in Lübbecke und am 10. Juli in Detmold. Alle Informationen dazu finden sich unter www.junge-philharmonie.de

Photo: Neue Westfälische Bünde

Meilensteine der Musikgeschichte

Lippe Aktuell, 3. Juli 2010
hier als PDF-Datei verfügbar
Die Junge Philharmonie begeisterte im Konzerthaus
Detmold (wwk). Die rund 70 jungen Musiker der Jungen Philharmonie OWL hatten sich Meilensteine der Musikgeschichte in ihrer diesjährigen Arbeitsphase vorgeknöpft und in nur sieben Tagen ein Programm auf die Beine gestellt, dass sich nicht nur sehen, sondern vor allem auch hören lasssen konnte.
Nach einer recht populärwissenschaftlich und kurzweilig gestalteten Werkeinführung durch Sandra Niermann - ihres Zeichens Studentin der Musikvermittlung/Konzertpädagogik - , machte die Junge Philharmonie den Auftakt mit Maurice Ravels "Bolero", der sein einziges Meisterwerk bleiben sollte, auch wenn Ravel selbst den Musikgehalt dieser Auftragskomposition für die Tänzerin Ida Rubinstein aus dem Jahre 1928 zeitlebens anzweifelte.
Wie dem auch sei, der Jungen Philharmonie gelang es bravourös, diese recht simpel gestrickte Komposition aus zwei sich ständig wiederholenden Themen über einem charakteristischen Ostinato-Rhythmus zu Musik werden zu lassen. Wie ein Uhrwerk hielt Orchesterleiter Siegfried Westphal mit seinem präzisen Dirigat Schlagzeuger und tiefe Streicher im Pizzicato-Spiel zusammen, um den solistisch hervortretenden Melodieinstrumenten ein rhythmisches Fundament zu schaffen, über dem sie sich durch ständigen Instrumentationswechsel über sage und schreibe 15 Minuten zu einem riesigen Orchestercrescendeo frei entfalten und in einem gemeinsamen Höhepunkt entladen konnten. Gerade die Popularität dieses Stückes macht es für ein Orchester nicht leicht, der Erwartungshaltung des Publikums gerecht zu werden, doch getragen von besonderen Einzelleistungen wie die der Flötistin Helen Dabringhaus, die mit ihrem cantablen und gut intoniertem Flötensolo eine hervorragende Vorlage gab, die ebenbürtig leider nur von der Es-Klarinette mit dem zweiten Thema aufzugreifen vermocht wurde, hinterließ das junge Orchester zunehmend einen sehr positiven Eindruck, der sich vor allem auch in dem sehr homogenen Streicherapparat manifestierte.
Nach so einem musikalischen Feuerwerk war es für die Akteure schwer, mit Brahms´Klavierkonzert Nr. 1 in d-Moll nahtlos an diese Leistung anzuknüpfen. Gerade im ersten Satz war den Bläsern noch deutlich die Herausforderung des Boleros ins Gesicht geschrieben, und einige Intonationsprobleme ließen die vorangegangene Souveränität in der Bewerkstelligung solistischer Passagen schlichtweg vermissen.
Auch schien das Orchester die diffizile thematisch-motivische Arbeit Brahms´nicht vollständig erschlossen zu haben. Gab Pianist Markus Gorski mit seinen gut herausgearbeiteten Motivabspaltungen trotz gesundheitlicher Einschränkungen doch durchaus verwertbare Vorlagen, wurden diese zu selten aufgegriffen, und Solist und Orchester wollten im Maestoso einfach nicht verschmelzen. Auch wenn das Orchester durchaus die konträren Stimmungen des Satzes zu zeichnen vermochte, waren die Übergänge zwischen Solo- und Tuttipassagen zu hart und so wünschte man sich so manches Mal, Brahms wäre bei seiner ursprünglichen Konzeption dieser Komposition als Sonate für zwei Klaviere geblieben.
Der Adagio-Mittelsatz - von Brahms als musikalisches Portträt Clara Schumanns verstanden - stellte sich aber zum Glück als Wendepunkt heraus. Hier lief Solist Markus zu technischer Höchstform auf und auch die Dialoge zwischen Klavier und Orchester, die ebenso für den abschließenden Rondo-Satz von größter Bedeutung sind, wurden transparenter. Trotz aller Steigerung von Satz zu Satz wollte beim Brahms der Funke aber nicht mehr so richtig überspringen.
Den zweiten Teil dieses fast dreistündigen Marathon-Programms, das die jungen Musiker sowohl konditionell als auch spieltechnisch auf eine harte Probe stellte, bildete Sergej Prokofjews Sinfonie Nr. 5 aus dem Jahre 1944. Entgegen der Bezeichnung "Kriegssinfonie" ist sie schon allein aufgrund ihres tonalen Charakters vöölig losgelöst von den politischen Wirren des zweiten Weltkrieges und erinnert mit ihren teils burlesken und tänzerischen Anklängen stark an Filmmusik.
Der Jungen Philharmonie schien dieses Werk sehr viel mehr zu liegen als das Brahmsche Klavierkonzert, zeichnete sich das Orchester hier doch durchweg wieder durch seinen großartig homogenen Streicherapparat aus, der die ganze spieltechnische Bandbreite ausschöpfte und einmal mehr von dem Talent dieser jungen Musiker sowie der gemeinsamen Freude am Musizieren zeugte.
Wie Orchesterleiter Siegfried Westphal in seiner Ansprache so anschaulich formulierte: Bei dem Projekt der JPO geht es nicht nur darum, das Publikum mit gut dargebotener Musik zu begeistern, sondern auch die jugendlichen Musiker selbst in der heutigen Zeit noch an diese Musik heranführen zu können. Da - wie in so vielen Bereichen - mangels leerer Kassen auch der JPO die Fördergelder seit diesem Jahr gestrichen worden sind, freute sich Westphal umso mehr über die zahlreichen Sponsoren und die Unterstützung der OWL-Bigband, die mit ihrem anschließenden Auftritt im Foyer des Konzerthauses weiteres Geld in die Kasse des Nachwuchsorchesters zu spülen versuchte, um auch in den Folgejahren die nunmehr vierzehnjährige Aufbauarbeit in dieser Qualität weiter fortsetzen zu können.
Das Publikum zollte der hervorragenden Leistung gebührenden Applaus und wurde anschließend mit einem schwungvollen Marsch Prokofjews sowie einem Walzer Khatschaturians als Zugabe mehr als zufriedenstellend belohnt.

Bolero statt Fußball

Neue Westfälische Bielefeld, 29. Juni 2010
Junge Philharmonie OWL in der Oetkerhalle

VON CHRISTOPH GUDDORF; Bielefeld.
Nachdem sich im fernen Südafrika ein wahrscheinlich einmaliger sporthistorischer Moment ereignet hatte, sollte im Großen Saal der Rudolf-Oetker-Halle ein musikhistorisch einzigartiges Werk wiederkehren. Der bekannte Ausspruch Maurice Ravels, der "Bolero" sei sein einziges Meisterwerk, nur enthalte es leider keine Musik, wurde ein weiteres Mal ad absurdum geführt, diesmal durch die Junge Philharmonie OWL. Das Ensemble unter der Leitung von Siegfried Westphal hatte sich erneut während einer einwöchigen Probenphase insgesamt fünf anspruchsvolle Werke der klassisch-romantischen Literatur zur Brust genommen. Dabei standen neben Ravels "Bolero" Sergej Prokofjews 5. Sinfonie sowie (als Zugaben) der Marsch aus dessen Oper "Die Liebe zu den drei Orangen" und Aram Khachaturians Walzer aus der Bühnenmusik "Masquerade" auf dem Programm. Gemeinsam mit dem Solisten Markus Gorski wurde darüber hinaus Johannes Brahms 1. Klavierkonzert erarbeitet.
Zunächst wurde jedoch "getanzt", ist doch Ravels Musikstück in Form eines spanischen Balletts angelegt. Nachdem sich der sukzessive farbenreicher gestaltete rhythmische Impuls inspiriert entwickelt hatte, geriet er gerade bei der entscheidenden harmonischen Wendung ins Stocken, als die Bläser ihren Einsatz verpassten. Diese Stelle ist nur eine der Tücken des "Bolero", dessen scheinbare Monotonie es zu überwinden gilt. Glücklicherweise hält er noch ein furioses Ende bereit, das den jungen Musikern äußerst platziert gelang.
Ob sich Markus Gorski beim Versuch, den "Bolero" zu tanzen verletzt hat, ist nicht überliefert, jedenfalls bahnte er sich auf Gehstützen den Weg zum Flügel. Ebenso behutsam wie der Gang auf die Bühne gestaltete sich allerdings auch die Eröffnung seines ersten rein solistischen Parts. Melodische und motivische Fortspinnungen schienen auch im weiteren Verlauf des Maestoso (1. Satz) durch zusätzliche Rubati eher unterbrochen als bekräftigt. Die Solostimme erhielt entgegen des sinfonischen Charakters mehr Gewicht als von Brahms gedacht. Die klangfarbliche Einbettung der Klavierstimme in den Klang des Orchesters gelang indes trefflich. Das Adagio strahlte die ihm aufgetragene Ruhe aus, die Gorski entsprechend auszukosten wusste. Vor allem aber das finale Rondo machte einen geschlossenen Eindruck. Auch wenn der Beginn der Fuge bei den Streichern für "Unruhe" sorgte, erfüllte gerade der furiose Schlussteil alle kompositorischen Herausforderungen.
Diese zeichnen auch Prokofjews Sinfonie aus, in ihrer Tonsprache weniger europäisch beeinflusst als durch Merkmale der russischen Avantgarde. Der Jungen Philharmonie OWL gelang es, neben den spieltechnischen Herausforderungen Prokofjews typischer Ironie und "Abenteuerlust" gerecht zu werden: das karikierende Element des schroff-dissonanten Scherzos kam ebenso zur Geltung wie das in sich gekehrte Lamento des Adagio und das galoppierende Element des in einem Gefühlssturm endenden finalen Allegros.
Alle Achtung! Und die Zugaben sprühten vor Musizierlaune und Elan.
Am Ende lautstarker und lang anhaltender Beifall der spärlich gekommenen Zuhörer.

Mehr als Entertainment

Lippische Landeszeitung, 29. Juni 2010
hier als PDF-Datei verfügbar
Ravel, Brahms, und Prokofjew: Junge Philharmonie OWL gibt gelungenes Konzert in Detmold
Detmold. Die Junge Philharmonie OWL hat im voll besetzten Konzerthaus auf eindringliche Weise bewiesen, dass Musik mehr ist, als bloßes Entertainment. Schon, um dieses kulturelle Erbe der Aufklärung und damit jeder friedliebenden Gesellschaft zu erhalten, ist die Junge Philharmonie Ostwestfalen-Lippe unentbehrlich.
Gerade in Zeiten knappen Geldes verrät die Politik, ob sie das verstanden hat. Der Dirigent des Jugendsinfonieorchesters, Siegfried Westphal, sah sich genötigt, um Spenden zu bitten. Der Kreis Herford hat seine Unterstützung dieser so bedeutenden Einrichtung eingestellt. Das ist angesichts der leeren öffentlichen Kassen zu verstehen, aber nicht zu entschuldigen.
Wie wichtig die Arbeit ist, die eine Institution wie die Junge Philharmonie OWL leistet, an deren jährlichen Arbeitsphasen - bei entsprechenden Voraussetzungen - Mädchen und Jungewn, die ab dem 12. Lebensjahr teilnehmen können, bewies auch das Konzert in Detmold.
Das Spiel der jungen Musiker zeigte, dass sie in der Orchesterarbeit zu verstehen lernen, wie es einem Maurice Ravel gelingt, ein einziges Thema zu einer faszinierenden Klangwelt aufzufächern, die beispielgebend zeigt, was man aus einer Idee machen kann, weil er sein "Handwerk", das Instrumentieren und Komponieren versteht. Sie lernen, wie ein Johannes Brahms in seinem ersten Klavierkonzert ohne jede vordergründige Effekthascherei einen Solospieler (einen Pianisten) und eine Gruppe (das Orchester) zu einer "gläubigen" Gemeinschaft zusammenführt, die durch diese Gemeinschaft hindurch einander selbst übertreffen. Und sie lernen in Sergeij Prokofjews fünfter Sinfonie, einer kraftvollen Klangwelt eine verspielte Leichtigkeit oder gar tänzerisches Vergnügen hinzuzufügen.
Sie lernen darüber hinaus, dass eine (Orchester-) Gemeinschaft nur gelingen kann, wenn alle aufeinander hören und jeder jeden berücksichtigt. Und dass nur einer dann das Sagen hat (der Dirigent), wenn er wirklich was zu sagen hat, also zu überzeugen vermag. All das sind grundlegende Tugenden einer sicheren Gesellschaft, die beim Musizieren beispielgebend eingeübt werden. Und die die Zuhörer durch die Musik hindurch hören können.
In Detmold haben die Zuhörer auch das gehört. Und sie haben immer wieder begeistert geklatscht. Denn es erfüllt jeden einzelnen mit Freude, wenn er erlebt, dass Gemeinschaft gelingt, gerade auch wenn es kein vordergründiges Miteinander bleibt, sondern tief in die Sache eindringt. (ans)

Bis an die Grenzen des Leistbaren

Westfalenblatt Paderborn, 22. Juni 2010
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OWL-Jugendorchester konzertiert fast drei Stunden
Von Günther Wiedemann
P a d e r b o r n (WV). Mit einer reizvollen Mischung aus Werken der Gegenwart bis zur Zeit des 19. Jahrhunderts haben nach einer nur einwöchigen gemeinsamen Probenphase 80 hochbegabte Musiker der »Jungen Philharmonie OWL« unter der Leitung von Siegfried Westphal am Sonntag in der Paderhalle gastiert.
Zu Beginn erklang der »Bolero« von Maurice Ravel, der zu den meistgespielten und phonstarken »Reißern« der internationalen Orchesterkultur gehört. Ein viertelstündiges Crescendo in Zeitlupe lässt die Instrumente in Verbindung mit einem unerbittlich durchzuhaltenden Tempo beim Spiel eines und immer desselben Themas ablösen und führt zum Schluss unausweichlich in die auskomponierte klangliche Katastrophe.
Trotz einiger Ansatzprobleme und klanglicher Trübungen in den Holzbläsern stellte sich in einer nuancenreichen Mischung der Instrumentalfarben– hier sollen Saxophon und Posaune besonders herausgestellt werden – die Faszination raumgreifender Bolero-Rhythmik bei vollem Streicherklang sowie hervorragender Präzision und perkussiver Brillanz der Schlagzeuginstrumente in einer klug disponierten, eher verhaltenen Wiedergabe schnell ein, die die Schlussexplosion dann umso effektvoller ausbrechen ließ.
Mit einer auch klanglich erläuternden Hörhilfe führte Siegfried Westphal sodann anhand ausgewählter Beispiele in das Erste Klavierkonzert d-Moll von Johannes Brahms ein, dessen virtuoser Anspruch an den Interpreten höchste Anforderungen stellt. Ohne Zweifel kann es als eines der bedeutendsten Werke seiner Gattung seit Beethoven gelten. Markus Gorski, der seit mehr als zwanzig Jahren Klavier und Theorie an der Musikschule der Stadt Bünde unterrichtet, griff mit hervorragend geschulter Technik insbesondere bei den Akkordstellen des ersten und dritten Satzes voll zu, ohne jedoch die von innerer Lyrik getragenen großen Gestaltungsbögen vor allem im zweiten Satz zu vernachlässigen. Die Junge Philharmonie OWL begleitete, von Siegfried Westphal vor allem im dritten Satz in den Streichern unüberhörbar an die Grenzen des zurzeit musikalisch und spieltechnisch Leistbaren geführt, mit großem Gespür für Farb-und Dynamikschattierungen und vielen klangschönen Einzelheiten.
Zum Höhepunkt des Konzertabends wurde die Wiedergabe der zwischen donnerndem Überschwang, strömender Kantabilität und geistvoller Virtuosität pendelnden fünften Sinfonie von Sergej Prokofjew. Mit zupackender Intensität legten die Musiker der Jungen Philharmonie OWL das dichte thematische Geflecht des ersten Satzes bloß und leuchteten die vielen Finessen der Instrumentation minuziös aus.
Auch das virtuose Paradestück des Werkes, das »Allegro marcato « des zweiten Satzes, war an verdichtetem Drive und an prägnanter Artikulation vor allem in den Streichern und Holzbläsern schwerlich zu übertreffen und wurde nur noch vom letzten Satz mit seinem maschinenhaft-dröhnenden Schluss in den Blechbläsern und Schlaginstrumenten bravourös übertroffen.
Begeisterter Applaus für ein Konzert, das mit einer bemerkenswert langen Spieldauer von fast drei Stunden Mitwirkende wie Zuhörer zu äußerster Konzentration herausforderte.

Junge Musiker servieren üppige Kost

Neue Westfälische Paderborn, 22. Juni 2010
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Die hingerissenen Zuhörer drei Stunden lang mit Klassik, Erklärungen und Zugaben versorgt

Paderborn. Einmal im Jahr treffen sich begabte junge Musiker, um große und anspruchsvolle Werke der Klassik zu erarbeiten. Nach nur einer Wocheintensiver Proben, einer ausgewogenen Mischung von harter Arbeit, musikalischer Herausforderung und gemeinsamer Freizeit gelingt es immer wieder, am Ende der Arbeitsphase ein geschlossen agierendes Orchester zu präsentieren. So auch in diesem Jahr, was am Sonntag in der relativ gut besuchten Paderhalle bejubelt wurde.
Relativ gut besucht wahrscheinlich nur deshalb, weil die Junge Philharmonie OWL hauptsächlich aus Detmolder und Herforder Schülern zu bestehen scheint, die ausgezeichneten Talente aus Paderborn fehlten komplett. In diesem Jahr hatte sich das junge Orchester (die Mitglieder sind zwischen 12 und 25 Jahren alt) ganz besonders anspruchsvolle Werke ausgewählt:
Den Auftakt machte Ravels Klassik-Hit „Bolero“, anschließend Johannes Brahms langes und komplexes erstes Klavierkonzert, schlussendlich Sergej Prokofjews sowjetische Kriegssinfonie Nr. 5 mit Pauken undTrompeten.
Keineswegs leichte Kost, auch nicht für die hingerissenen Zuhörer, die mit Zugaben, Erklärungen und Umbauten satte drei Stunden in der Paderhalle verharrten, das alles ohne große Ermüdungserscheinungen.
Man wurde auch reich belohnt, der Ravel klang ausgewogen, noch ein wenig durchgezählt aber sauber gearbeitet, man brauchte halt ein wenig länger, dafür entstand eine klare Transparenz, die Holzbläser und Bläserinnen zeigten sich in guter Form und alle anderen auch.
Brahms erstes Klavierkonzert, komplex wegen seiner schwer durchzuhörenden Vielfalt an Themen, Motiven und musikalischen Kleinstgedanken folgte. Siegfried Westphal, seit 1997 Dirigent des jungen Erfolgsorchesters und aktuell Student für Musikvermittlung in Detmold führte mehr als ausführlich in die verwickelte musikalische Gedankenwelt des junge Brahms ein. Die jungen Musiker waren großartig vorbereitet, einzelne Motive aus dem Stand vorzustellen. Als dann endlich Solist Markus Gorski die Bühne betrat, war der Jubel groß, denn der sympathische Musiker trat mit Krücken an, legte sie lässig neben den Flügel, verstaute den linken Fuß etwas steif unter dem Flügel und musizierte
quasi einbeinig.
Hochachtung vor soviel Engagement, doch im Verlauf des üppigen Konzertes wurde immer deutlicher, dass der nette Musiklehrer aus Bünde (Jahrgang 1965) kein professioneller Konzertpianist ist. Zu viele Läufe liefen ins Leere, es häuften sich die kleinen und größeren Fehler, zu viel blieb im Ungenauen. Das können die Jungen besser, es gibt in OWL so viele junge Klaviertalente, denen man gerade im Zusammenspiel mit einem Jugendorchester den Vortritt lassen sollte. Dennoch ein Achtungserfolg für Markus Gorski, der sich fürden donnernden Applaus mit Claude Debussys vom Blatt gespielten „Cathedrale engloutie“ bedankte.
Der üppige sinfonische Abend klang auch üppig aus. Mit Sergej Prokofjews 5. Sinfonie wählte das Orchester gleich die größte und mächtigste seiner sieben veröffentlichten Sinfonien– eine patriotisch-heroische Kriegssinfonie mit allem was dazu gehört. Ein gelungener musikalischer Kraftakt, der mit Recht bejubelt wurde.

Mit Spielfreude zum Ziel

Bünder Zeitung, 15. Juni 2010
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Siegfried Westphal dirigiert die Jungen Philharmoniker in Bünde
Von Heike Festerling. Bünde.
Unter dem bewährten, höchst präzisen und motivierenden Dirigat von Siegfried Westphal hat die Junge Philharmonie im Stadtgarten ein anspruchsvolles Programm präsentiert.

Sie zeigte einmal mehr, dass sich in diesem Orchester eine Vielzahl von jungen, äußerst begabten Musikern befinden.
Als Einstieg wählten die jungen Künstler Maurice Ravels berühmtestes Orchesterwerk, den Bolero.
Mit höchster Präzision und Konzentration entwickelten sie über dem unendlich pulsierenden Rhythmus des Boleros, der in die Musikgeschichte eingegangen ist, die große Klangvielfalt und Dichte ihrer jeweiligen Instrumente und Instrumentengruppen, um sie zu einem gigantischen Klanghöhepunkt zu führen.
Siegfried Westphal zeigte, wie wunderbar die jungen Musiker seinem immer präsenten und deutlich modellierenden Dirigat folgen können und so auch höchst komplexe Meisterwerke der Musikliteratur in ihrem jungen Alter erfahren und bereits in ansprechender Weise durchdringen können.
Das zweite Werk des Abends war Johannes Brahms 1. Klavierkonzert in d-Moll, das in Teilen während seiner zeit als Hofmusikdirektor in Detmold entstanden ist. Markus Gorski trat bei diesem Konzert als fulminanter Pianist auf, der dieses Konzert zu einem Hörgenuss werden ließ. Mit brillianter Technik meisterte er alle technischen Hürden und zeigte sich al ein Pianist, der mitten im Werk steht. Virtuos interpretierte er den ersten Satz, in dem er zum kongenialen Partner des Orchesters wurde.
Im zweiten satz entfaltete er mit großer Ruhe die herrlichen Kantilenen seines Soloparts, um dann im dritten Satz die aufwändigen temperamentvollen Skalen und trillerfolgen zu einem großartigen Schluss zu führen. Das Publikum zeigte sich so begeistert über diese Leistung, dass Markus Gorski als Zugabe noch das wunderschöne Prelude "La cathedrale engloutie" von Claude Debussy sehr einfühlsam zu gehör brachte.
Nach der Pause stand mit Sergej Prokofjews 5. Sinfonie in B-Dur ein musikalisch komplexes Werk auf dem Programm, das die jungen Musikerinnen und Musiker vor eine große Herausforderung stellte. Mit Engagement, jugendlichem Mut und einem großen musikalischen Einfühlungsvermögen gelang ihnen eine beeindruckende Aufführung. Der große Klangapparat mit einem eindrucksvollen Schlagwerk fügte sich zu einem homogenen Ganzen, das musikalisch sehr inspirierend die Sinfonie Prokofjews zu gehör brachte. Die Gruppe der jungen Schlagzeuger hatte dabei eine sehr große Aufgabe zu bewältigen, die sie hervorragend umzusetzen wußten, so dass die anderen Instrumentalgruppen immer eine stabile rhythmische Grundlage hatten, auf denen sie ihre intensiven und zuweilen schwierigen musikalischen Themen entfalten konnten. Besonders der schwungvolle zweite Satz wirkt ausgesprochen inspirierend und voller jugendlicher Frische.
Am Ende des Konzerts zeigte sich das Bünder Publikum begeistert. Dem Dirigenten Siegfried Westphal ist nicht genug zu danken für sein Engagement, junge talentierte Musiker an solch anspruchsvolle Musikliteratur heranzuführen und ihnen damit einen tiefen und gelebten Einblick in großartige Werke der Musikgeschichte zu ermöglichen.
Mit zwei herrlichen, schwungvollen Zugaben von Prokofjew und Khatschaturian verabschiedete sich die Junge Philahrmonie OWL von ihrem Bünder Publikum.

Klassisches mit viel Gefühl

Neue Westfälische Bünde, 15. Juni 2010
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Junge Philharmonie begeisterte im Stadtgarten
Bünde. Einem Instrument Wohlklang zu entlocken erfordert viel Übung und Talent - in Harmonie mit einem ganzen Orchester für Gänsehaut zu sorgen, ist hingegen wahre Kunst. Die Musiker der Jungen Philharmonie OWL stellten im Stadtgarten virtuos unter Beweis, was sie in wenigen Proben dieses Jahres gemeinsam einstudiert hatten. Und verzauberten Liebhaber klassischer Werke in der Stadthalle.
Zum musikalischen Auftakt gaben die jungen Philharmoniker mit Maurice Ravels Bolero eines der meistgespielten Werke der Orchesterliteratur zum Besten. Anfänglich stilles und bedächtiges Spiel steigerte sich bei wechselnder Instrumentierung und einem ständigen Crescendo zu einem klangvollen Stakkato im Finale. Ein mehr als gelungener Einstieg, fand Helga Kölling: "Hervorragend. Man fühlt die Energie und Freude der Musiker."
Denn die jugendlichen Virtuosen präsentierten im Konzert ein Zusammenspiel in perfekter harmonie - eingeübt in wenigen gemeinsamen Probentagen. An zwei Wochenenden im Mai und Juni fanden interessierte Talente an den unterschiedlichen Instrumenten zusammen und studierten unter der Leitung von Siegfried Westphal das diesjährige Konzertprogramm ein.
Mit Erfolg - denn das keine Profis, sondern begabte Schülerinnen, Schüler und Studierende am Werk waren, machte sich nur positiv bemerkbar: "Toll, was diese motivierten jungen Menschen auf die Beine gestellt haben", fand Conny Lippert. Beim Klavierkonzert Nr. 1 in d-Moll op. 15 aus der Feder von Johannes Brahms begeisterte Pianist Markus Gorski. Der Musiklehrende mit über 20-jähriger Erfahrung ließ sich von einer Verletzung nicht daran hindern, an Krücken seinen Platz hinter dem Flügel einzunehmen. Und wurde dafür vom Publikum gebührend bejubelt. Im dritten Teil der Veranstaltung interpretierte die Junge Philharmonie Sergej Prokofjews Sinfonie Nr. 5 op. 100 in B-Dur. Erdacht als patriotisch-heroische, sowjetische Kriegssinfonie, wurde das Stück entsprechend mächtig instrumentiert: Volltönend hallten die Melodien der Harfen, Blas-, Streich- und Tasteninstrumente im Resonanzraum des Saales Horsa wieder. "Pure Gänsehaut", schwärmte Conny Lippert und fand massig Zustimmung seitens eines begeistert applaudierenden Publikums.

Photo: Annika Tismer

Die Junge Philharmonie im Stadtgarten Bünde am 13. Juni 2010

"Prokofjew-Sinfonie Höhepunkt"

Neue Westfälische Bünde, 31. Mai 2010:
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"Neue Konzertreihe unter neuem Namen"

Neue Westfälische Kreis Herford, 28.05.2010:
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Spielfreudig große Musik gemeistert

"Die Glocke" und "Neue Westfälische" Gütersloh, 23. Juni 2009
Kreisjugendsinfonieorchester Herford in der Stadthalle
Es hat sich offenbar in Gütersloh noch nicht ganz herumgesprochen, dass mit dem Kreisjugendsinfonieorchester Herford ein Klangkörper existiert, der an Können und Engagement den "Jungen Sinfonikern" kaum nachsteht. Denn recht überschaubar war das Publikum, das die konzertanten Großtaten der rund 70 jungen Musiker zwischen 12 und 25 Jahren unter der Leitung von Siegfried Westphal erleben wollte.
Die gut 120 Besucher aber zeigten sich von Anfang an hingerissen von der Spielfreude des Ensembles. Zumal es mit Nico Treutler einen überaus begabten Solisten in Édouard Lalos Cellokonzert d-moll zu erleben gab. Der 21 Jahre alte Detmolder, der seinen ersten Unterricht beim ehemaligen Gütersloher Claus Hütterott (Sohn des Komponisten Carl-Theodor Hütterott) in Paderborn bekommen hat und bei Prof. Tilmann Wick in Hannover studiert, ist ein Musiker, der sein Publikum nicht mit maximalem Espressivo-Spiel überwältigen, sondern mit formbewusstem Gestalten und sensiblem Ton auf die Musik aufmerksam machen möchte. So wurde gerade das herrliche Intermezzo ein Fest cantablen Cellospiels und im - belebten Mittelteil - tänzerischer Grazie, wobei das Orchester delikat begleitete.
Auch in den Ecksätzen wusste der auswendig spielende Treutler mit souveränem Gestaltungswillen zu imponieren. Die Grenzen des spanisch lodernden Temperaments dieser Musik mochte er - seinem Charakter entsprechend - (noch) nicht ganz ausgelotet haben, doch die Noblesse und tonliche Schönheit seines schlackenlosen Spiels sorgte zu Recht für minutenlangen Beifall.
So gekonnt hier das von Siegfried Westphal umsichtig geleitete Orchester begleitete, so waren anfangs in der "Freischütz"-Ouvertüre doch einige Wackler zu hören. Es dauerte allerdings nicht lange, bis sich das Ensemble so viel berechtigtes Selbstvertrauen erspielt hatte, dass auch hier die romantischen Passagen des viel gespielten Stückes ihre Wirkung nicht verfehlten. Zumal der junge Soloklarinettist in seinem kleinen Solo eine staunenswerte technische Solidität und Reife des Vortrags offenbarte.
An qualifizierten Musikern an den Schlüsselpulten eines Orchesters mangelt es dieser Truppe sicherlich nicht. Auch Peter Tschaikowskys 5. Sinfonie, die in ihrem Umfang ja nicht nur instrumentale Virtuosität, sondern auch Ausdauer verlangt, profitierte von diesen "Führungskräften". Das große Hornsolo zu Beginn geriet respektheischend, die Holzbläser bezauberten und der Paukist erwies sich als impulsive rhythmische Stütze. Insgesamt gelang es Westphal, die dunklen Klangfarben von Tschaikowskys Orchestersatz angemessen zu realisieren und auch den schicksalhaften Unterton dieser Sinfonie bis zum letztlich strahlenden Finale mit Furor und Leidenschaft zu erfüllen.
Insgesamt beeindruckte die Geschlossenheit der Darstellung ebenso wie die Reserve, mit der das Orchester nach dem kräfteraubenden Programm auch noch bei der umjubelten Zugabe exzellierte, John Williams Musik zu Steven Spielbergs Film "Indiana Jones".
Bravo.
Sören Siemers

Das KJO in der Stadthalle Gütersloh

Junge Jäger musikalischer Juwelen

Neue Westfälische Bielefeld, 30. Juni 2009
Kreisjugendsinfonieorchester begeisterte in der Oetkerhalle
Bielefeld. Was sollten Carl Maria von Webers "Freischütz" und Steven Spielbergs "Indiana Jones"gemeinsamhaben?
Genau genommen nicht viel. Dennoch: Beide sind sie auf der Suche nach einem begehrten Schatz und müssen sich zu ihm durchkämpfen. Und beiden ist eine fantastische Ouvertüre gewidmet!

So schließt sich beim Konzert des Kreisjugendsinfonieorchesters in der Oetkerhalle der dramaturgische Kreis. Auch wenn die jungen Musiker im Alter zwischen zwölf und 25 Jahren unter der Leitung von Siegfried Westphal überwiegend klassische Literatur erarbeiten, fehlt auch der Bezug zur „modernen“ Sinfonik nicht. Filmmusik-Noten, die die Programmatik von Stern-Krieger-, Gladiatoren- und Piraten- Welten wiedergeben, gehören mittlerweile ebenso zum Repertoire der Profi-Orchester, auch wegen ihrem künstlerischen Wert.
Aber zurück zu den jungen „Jägern“ musikalischer Juwelen. In Carl Maria von Webers „Freischütz“- Ouvertüre gelingt die musikalische Abbildung von ungetrübter Jagd- und Naturidylle ebenso einfühlsam wie die von düsterer Dämonie und unheilvoller Bedrohung. Bereits an diesem Werk zeigt sich – in Anbetracht des kurzen Probezeitraumes und der begrenzten Bühnenerfahrung–
eine erstaunliche Homogenität sowohl des gesamten Klangkörpers als auch der einzelnen Stimmgruppen. Füllig, ausgewogen, transparent und agil. Dass hier außerordentliche Talente am Werk sind, lässt sich unschwer heraushören. Neben einem kompakten Gesamtklang bestechen die jungen Sinfoniker durch solistische Fähigkeiten. Dies können insbesondere die Bläser beweisen, allen voran Klarinette, Fagott und Horn. Die Celli und die Bratschenvermögen ihren wohlig-warmen, bisweilen aber auch düster gefärbten Ton neben Webers Ouvertüre gleichermaßen bei Tschaikowskys 5. Sinfonie entfalten, die trotz schicksalhaften Tonfalls immer ihren zuversichtlichen Grundcharakter bewahrt. Dieses ambivalente Wechselspiel kommt ebenso deutlich hervor wie unbeschwert-tänzelnde Passagen. Satte Bläser-Tutti setzen dem Ganzen die brillante Klang-Krone auf.
In Eduard Lalos „Konzert für Cello und Orchester in d-Moll“ nimmt Nico Treutler den Solo- Part ein. Der ehemalige Preisträger von „Jugend musiziert“ auf Landes- und Bundesebene spielt im Rahmen eines Stipendiats für zwei Jahre auf einem 150 Jahre alten Cello des Pariser Geigenbaumeisters Jaques-Pierre Thibout. Den wunderbar singenden Ton des Instruments bringt Treutler vor allem im zweiten Satz des Konzerts zum Klingen. Lebendig stellen Solist und Orchester hier das zart-kantable „Andantino“ und das rasante „Allegro“ gegenüber. Durchweg fasziniert die künstlerische Reife des 1988 geborenen Detmolders: Ausdrucksstark und farbenreich gestaltet er die Kantilenen, mit Leichthändigkeit und Elastizität die schnellen Passagen. Und so kommt es auch nicht darauf an, was Webers „Freischütz“ und Spielbergs „Indiana Jones“ gemeinsam haben, wenn junge talentierte Musiker solch ein Konzerterlebnis zustande bringen, das die Zuhörer– im leider nur halb besetzten Saal – nur mit Ovationen im Stehen honorieren können.

Festlicher Rausch und wirbelnde Geigen

Lippische Landeszeitung, 29. Juni 2009
Detmold ."Lebhaft" überschreibt Paul Hindemith den ersten Satz seiner Solosonate für Cello. Nico Treutler spielte diesen Satz als Zugabe im bestens besuchten Konzerthaus. "Lebhaft" hätte als Motto über dem ganzen Konzert stehen können, das das Kreisjugendsinfonieorchester Herford am Samstagnachmittag in Detmold gab.
Mit der Ouvertüre zum "Freischütz" von Carl Maria von Weber (1786-1826), dem Cellokonzert in d-moll von Édouard Lalo (1823-1892) und der fünften Sinfonie von Pjotr Tschaikowsky (1840-1893) hatte Dirigent Siegfried Westphal Werke in die Arbeitsphase des Jugendorchesters -hier kommen die Besten aus der Region zusammen- gehoben, die alle drei vor Lebendigkeit nur so sprühen.
Da wirbeln die Geigen am Schluss der Freischütz-Ouvertüre im festlichen Rausch über die Bühne, obwohl noch wenige Minuten vorher die Klarinette hören ließ, wie den guten Max die Verzweiflung packte und der Spott folterte, da gießt Lalo in seinem Konzert virtuose Spielkunst des Solisten in eine durch das Feuer spanischer Volksmusik angefachte Romantik, da beglückt Pjotr Tschaikowski, der Großmeister der Charaktermelodie, die Zuhörer mit einem zauberhaft gebundenen, üppigen Strauß an schönen Themen.
Siegfried Westphal hatte das Orchester zu einem füe diese Altersklasse herausragenden Hörvergnügen geformt, wobei man sich im Hinblick auf die Homogenität insbesondere bei markanten Einsätzen noch mehr Exaktheit vorstellen konnte. Entscheidend für den nur zu berechtigten Erfolg beim Detmolder Publikum war aber vor allem die Verbindung von hohem musikalischem Niveau und mitreißender Spielfreude der jungen Musiker und Musikerinnen und Musiker.
Und natürlich war es ein besonderes Geschenk für die Detmolder, den hier aufgewachsenen, inzwischen natürlich an anderen Orten aufstrebenden jungen Cellisten Nico Treutler einmal vor einem solch schönen Klangkörper erleben zu dürfen.
Nico Treutler verbindet eine schier berstende Intensität der Tongebung, in der der Einfluss seines Lehrers Professor Tilmann Wick unüberhörbar ist, mit einem ganz besonders ansprechenden Glanz, den er dem Jacques-Pierre-Thibout-Cello zu entlocken vermag, das ihm die Fritz-Behrens-Stiftung zurzeit zur Verfügung stellt. Nico Treutler ist dabei nicht nur der virtuosen Kraft gewachsen, die Lalo ihm und dem Orchester abverlangt, sondern vermag auch eine ganz geheimnisvolle Lyrik zu entfalten, mit der er etwa den zweiten Satz des Konzertes eröffnete.

Grandioses Ganzes und superber Solist

Herforder Kreisblatt, 9. Juni 2009
Beeindruckendes Konzert des Kreisjugendsinfonieorchesters im Stadtpark-Schützenhof
Heike Susanne Festerling
Herford. Nur wenige Probentage hatten die jungen Musiker und Musikerinnen unter dem Dirigat Siegfried Westphals gebraucht, um am Sonntag das Publikum im großen Saal des Schützenhofes zu beeindrucken. Das Orchester hatte große romantische Werke einstudiert. Die Mitwirkenden präsentierten ein beachtliches Ergebnis.
Zu Beginn erklang die Ouvertüre aus der Oper "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber. Die jungen Musiker zeigten bereits hier, dass sie bestens präpariert waren und mit großer Musikalität sowohl der schicksalhaften Düsternis als auch der romantischen Idylle, die dem Werk Webers innewohnt, nachspürten.
Beim zweiten Werk gesellte sich zum Orchester der junge, äußerst begabte Cellist Nico Treutler, der das Cellokonzert in d-moll von Edouard Lalo zu Gehör brachte. Völlig auswendig spielend, ließ der Solist das Publikum an seiner außergewöhnlichen Musikalität teilhaben. Sein ebenso ausdrucksstarkes wie virtuoses Spiel wurde vom Orchester ausgewogen begleitet, so dass sich das Publikum ganz auf die wunderbaren Feinheiten dieses romantischen Solokonzertes konzentrieren konnte. Nico Treutler gelang es vor allem im zweiten Satz, sein Instrument förmlich zum Singen zu bringen. Wunderbar arbeitete er die Kantilenen heraus und musizierte das Andantino mit einer zauberhaften Leichtigkeit. Der letzte Satz zeigte einmal mehr die technische Brillianz und Virtuosität des begabten Solisten, der vom Publikum mit viel Beifall für seine Leistung belohnt wurde.
Nach der Pause stand mit Peter Tschaikowskys 5. Sinfonie in e-moll ein berühmtes, höchst anspruchsvolles Werk auf dem Programm.
Das Orchester zeigte, dass es trotz der kurzen, aber intensiven Probenphase "mitten im Werk stand" und dieser diffizilen Komposition gerecht wurde. Die Musiker entwickelten ein zuweilen beachtliches Klangvolumen, ohne dabei die Differenziertheit und Präzision ihrer Stimme aufzugeben. So fügte sich die Einzelstimme zu einem grandiosen Ganzen.
Insbesondere die Holz- und Blechbläser faszinierten mit ihren präzisen und musikalisch einfühlsam interpretierten Einsätzen, die von den warmen und hingebungsvoll intonierenden Streichern aufgenommen wurden. Besonders der letzte Satz zeigt noch einmal alle musikalischen Tugenden des jungen Orchesters. Breit und klangvoll wurde das Andante maestoso angelegt, um dann in einem wahrhaft stürmisch-virtuosen Schluss zu gipfeln, der hier die ganze jugendliche Kraft und musikalische Leidenschaft des Orchesters zeigte.
Damit all dies gelingen kann, bedarf es eines einfühlsamen und den jungen Leuten nahestehenden Dirigenten: Siegfried Westphal vereint alle Tugenden, die ein Dirigent eines solch jungen, begabten Orchesters braucht. Er weiß die jungen Leute zu motivieren, ihnen neue Wege in der Musik zu zeigen und sie unter seinem ebenso präzisen, wie einfühlsamen Dirigat im Konzert zu entfalten.
Als Zugabe spielten die jungen Künstler ein Arrangement aus dem Film "Indiana Jones", das zeigte, dass das Orchester auch mit viel Spaß der leichteren Muse zugetan ist. Schon jetzt wird sich mancher Zuhörer auf das Konzert nach der Probenphase im nächsten Jahr freuen.

Stern der Woche

Lippische Landeszeitung, Neue Westfälische Bielefeld/Paderborn/Kreis Herford, Haller Kreisblatt - 21.06.2008
Siegfried Westphal für seine Arbeit mit dem Jugendsinfonieorchester des Kreises Herford
Als der Cellist Siegfried Westphal 1997 das Jugendsinfonieorchester des Kreises Herford übernahm, lag die Arbeit dort darnieder. Inzwischen ist das Orchester zu einem Klangkörper herangewachsen, der sich auch an schwierigere Werke heranwagen kann und in Spielstätten wie der Oetkerhalle Bielefeld auftritt. Die Gründung des Orchesters in den 70er Jahren ging auf eine Initiative des damaligen Kulturamtsleiters Günter Lücking zurück. Es gab in der damals jugoslawischen Partnerstadt des Kreises Herford, Sibenik, eine musikalische Jugendbegegnung. Um Jugendlichen aus demn Kreis Herford die Reise dorthin zu ermöglichen, gründete der Kreis kurzerhand das Orchester.
Es wird inzwischen sowohl vom Land als auch vom Kreis Herford und privaten Sponsoren und Spendern unterstützt. Für seine erfolgreiche Arbeit mit jungen Musikern seit mehr als zehn Jahren bekommt Siegfried Westphal den Stern der Woche. (ted)
Eine Initiative der Neuen Westfälischen (NW), der Lippischen Landeszeitung (LZ) und des Haller Kreisblatts (HK).