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ältere Presseartikel: 2005-2003

Überzeugender homogener Klangkörper

Neue Musikzeitung (NMZ), Ausgabe 11/05
Das Kreisjugendsinfonieorchester Herford feiert seinen zehnten Geburtstag
Größere und anspruchsvolle Orchesterwerke zu erarbeiten und zur Aufführung zu bringen ist das Ziel des Kreisjugendsinfonieorchesters Herford ( KJO ). Hier treffen sich einmal im Jahr unter der engagierten Leitung von Siegfried Westphal fortgeschrittene Schüler und Studenten zum musikalischen und menschlichen Miteinander. Nur sieben Tage hat das Mitgliedsorchester der Jeunesses Musicales Zeit, auf dem malerischen Gut Bustedt in Hiddenhausen ein großes sinfonisches Programm einzustudieren. Das Ergebnis dieser Arbeit ist immer wieder beeindruckend.
In einem groß besetzten Orchester mitzuspielen ist eine ganz andere Erfahrung als allein oder in kammermusikalischer Besetzung zu musizieren. Auch bietet die Auswahl der Werke neue Möglichkeiten. Jungen Musikern diese wunderbare Erlebniswelt nahezubringen war das Anliegen einer Initiative der Musikschulen im Kreis Herford, die 1984 das Jugendsinfonieorchester begründete. Nach mehrjähriger Spielpause übernahm 1997 Siegfried Westphal, der Orchesterleitung bei Prof. Bloemeke (Detmold) und Prof. Alex (Berlin) studierte und 2004 am Meisterkurs für Dirigieren mit Kurt Masur in Detmold teilnahm, die Neugründung und Gesamtleitung der Orchesters und setzte seitdem neue Maßstäbe und Akzente. Durch eine ausgewogene Mischung von harter Arbeit, musikalischer Herausforderung und gemeinsamer Freizeit gelang es ihm nun schon zum neunten Mal am Ende der Arbeitsphase einen überzeugenden homogenen Klangkörper zu präsentieren und das Unmögliche möglich zu machen.
Und das Konzept bewährt sich: Inzwischen ist die Nachfrage zur Teilnahme an den Arbeitsphasen überregional sehr hoch, junge Musiker im Alter von 12 - 25 reisen sehr zahlreich aus Hannover, Hameln, Detmold, Paderborn, Bielefeld, Bünde, Gütersloh an, um diese intensive Zeit mitzuerleben. Außerdem bekommen talentierte Nachwuchssolisten eine willkommene Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit vorzustellen.
Neben der konzentrierten Probenarbeit ist das sehr freundschaftliche und harmonische Miteinander der jungen Musiker ausschlaggebend. Abends finden sich viele kleine Gruppen zu spontanen Kammermusikproben zusammen - andere genießen noch spät abends im Innenhof und Garten des Guts bei Kerzenschein und Lagerfeuer mit Gesellschaftsspielen oder Gesprächen die laue Sommerluft.
Spannender Höhepunkt war auch dieses Jahr das Abschlusskonzert in der Neuen Aula der Hochschule für Musik in Detmold, nachdem bereits eine Woche zuvor die Premiere des Orchesters im ausverkauften Studio der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford stattgefunden hatte.
Mit Beethovens "Egmont-Ouvertüre" als kraftvollem Einstieg hatte das Orchester sich unter der bewährten Stabführung seines Dirigenten innerhalb weniger Takte Respekt verschafft. Hier agierte keine "Gruppe Jugendlicher", sondern ein wirklich auffällig harmonischer Orchesterklangkörper.
Mit der Sinfonie Nr. 8 von Antonín Dvorák setzte das Jugendsinfonieorchester das Programm fort und begeisterte sein Publikum restlos. Über 400 Besucher waren an diesem heißen Sommertag gekommen und niemand wird sein Kommen bereut haben. Die Besucher erlebten ein - für das Durchschnittsalter der jungen Musiker - unerwartet reifes Orchester, das den Anforderungen auf beeindruckende Weise gerecht wurde. Als Zugabe gab es noch eine musikalische Besonderheit: die sinfonische Suite zur Filmmusik "Der Herr der Ringe". Ein sehr passender Abschluß, denn beide - Orchester und Filmmusik - dürfen für sich die Bezeichnung "fantastisch" in Anspruch nehmen.
2006 spielt das Orchester zehn Jahre unter der Leitung von Siegfried Westphal.
Aus diesem Anlaß wird das KJO eine Reise zu einer Orchesterbegegnung in Voiron/Frankreich unternehmen, um dort mit dem Partnerorchester gemeinsame Konzerte zu geben, unter anderem mit Antonín Dvoraks Cellokonzert h-moll und der 3. Sinfonie von Johannes Brahms.

Gefühlvolle Interpretation

Lippe Aktuell, 25. Juni 2005
Kreisjugendsinfonieorchester brillierte in Detmold
Detmold (ame). "Sie werden demnächst die Musik zu Egmont ... erhalten, diesen herrlichen Egmont, den ich, indem ich ihn ebenso warm als ich ihn gelesen, wieder durch Sie gedacht, gefühlt und in Musik gegeben habe", schrieb am 12. April 1811 ... Beethoven an Goethe. Das glanzvollste Stück dieser Musik bekam das Publikum in der Aula der Musikhochschule Detmold zu hören, zu genießen und zu bejubeln. ...
Mit diesem Werk bewies das Orchester gleich zu Beginn: wir sind zwar jung, aber wir sind präsent! Unter der bewährten Leitung des Dirigenten Siegfried Westphal hatte das Orchester sich innerhalb weniger Takte Respekt verschafft. Auffällig war die feine Dynamik und die gefühlvolle Interpretation. Hier agierte keine "Gruppe Jugendlicher", sondern ein wirklich auffällig harmonischer Orchesterklangkörper. Dieser bildete dann auch die perfekte Basis für den Auftritt der jungen Pianistin Jutta Rieping, sie spielte, begleitet vom Jugendsinfonieorchester, Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19.
Über seine kompositorischen Fähigkeiten hinaus, war Beethoven auch als Klaviervirtuose und Meister der Improvisation bekannt. So stellte er einmal vor einem Konzert fest, daß der Flügel einen Halbton zu tief gestimmt war. Da die Zeit nicht mehr ausreichte, um das Instrument neu zu stimmen, spielte er sein Konzert C-Dur... kurzer Hand in Cis-Dur. Mit Problemen dieser Art hatte Jutta Rieping nicht zu kämpfen. Die junge Pianistin spielte das Werk flüssig und mit blitzsauberer Technik. Auffällig war ihre sinnfällige träumerische Phrasierung, die allein durch die Mozartschen Anklänge des Werks immer wieder gefordert war. Gemeinsam mit dem Orchester bot sie Musik zum Träumen und zum Schmunzeln, der Charme des Werks wurde trefflich vermittelt.
Mit der Sinfonie Nr. 8 von Antonín Dvorák setzte das Jugendsinfonieorchester das Programm fort und begeisterte sein Publikum restlos. Über 400 Besucher waren an diesem heißen Sommertag gekommen und niemand wird sein Kommen bereut haben. Die Besucher erlebten ein - für das Durchschnittsalter der jungen Musiker - unerwartet reifes Orchester, das den Anforderungen auf beeindruckende Weise gerecht wurde. Als Zugabe gab es noch eine musikalische Besonderheit: die sinfonische Suite zur Filmmusik "Der Herr der Ringe". Ein sehr passender Abschluß, denn beide - Orchester und Filmmusik - dürfen für sich die Bezeichnung "fantastisch" in Anspruch nehmen.

Eine Sinfonie voller Leben

Lippische Landeszeitung, 21. Juni 2005:
Kreisjugendsinfonieorchester Herford feierte Erfolg
Detmold (ans). Eine Vielzahl auswärtiger Gäste wurde am Sonntag in die Neue Aula der Hochschule fur Musik gelockt.
Das Kreisjugendsinfonieorchester Herford war zu Gast und hatte seinen Fanclub mitgebracht. Unter den Besuchern waren viele Gesichter zu sehen, die den musikalischen Nachwuchs vor Ort betreuen. Sie zeigten sich ebenfalls begeistert von dem hohen Niveau und dem enormen Engagement der Jugendlichen.
Richtig gefeiert wurde das Orchester nach der Pause. Ohne Zugabe durften die angehenden Sinfoniker das Podium nach einer überaus lebendigen Gestaltung der achten Sinfonie von Antonin Dvorak nicht verlassen. Dem großen Orchester gelang ein überraschend weicher Einstieg in den ersten Satz, eine ausdrucksstarke Gestaltung des zweiten, dessen Pausen als musikalische Spannungsformen mitgelebt wurden – hier auch stellenweise schön weiches, ja geheimnisvolles Blech und eine brillante Klarinette im Holz. Im dritten Satz gewann die Oboe ein ähnlich schönes Profil wie ihre „Holz“-Kollegin im zweiten, während der vierte Satz der farbenreichen Sinfonie noch einmal mit einer begeisternden Verve vorgetragen wurde.
Vor der Pause stand Beethovens zweites Klavierkonzert auf dem Programm, eine Komposition, deren mozartesker Unterton es einem Interpreten ungemein schwer machen kann. Dieses Werk fordert eine musikalische
Gestaltungskraft, die die enormen spieltechnischen Anforderungen völlig vergessen macht...
Obwohl die Paderbornerin Jutta Rieping das Konzert spieltechnisch beherrscht, vermochte sie nicht jene innere Freiheit zu gewinnen, die eine in jeder Hinsicht souveräne Interpretation möglich gemacht hätte.
Zum kraftvollen Einstieg hatte Dirigent Siegfried Westphal Beethovens „Egmont-Ouvertüre“ gewählt, jene „szenische“ Musik, deren wuchtige Akkorde gleich am Anfang „erzählen“, wer in Goethes gleichnamigen Drama glaubt, das Sagen zu haben, der Unterdrücker Herzog Alba. Westphal entlockte seinen Jugendlichen, die von Anja Vehling, Sundolf Waltemate, Shawn Grocott, Anca Vulpe, Andreas Spillmann und Simon Tandree sehr gut auf ihre schöne Aufgabe vorbereitet wurden, gerne ein mächtiges Forte. Er konnte aber vor allem auch den hohen Streichern manch besonders schöne Kantilenen entlocken. Fazit des Abends: Ein tolles Konzert junger Leute, die für ihr ausdauerndes Bemühen um die Musik allen ihren Zuhörern aber sicher auch sich selbst eine große Freude bereitet haben. Weiter so.

Nachwuchs gibt den Ton an

Herforder Kreisblatt, 16. Juni 2005:
Kreisjugendsinfonieorchester brilliert
Herford. Die Atmosphäre von Gut Bustedt scheint die jungen Musiker des Kreisjugendsinfonieorchesters inspiriert zu haben. ...Sie hatten sich auf das Anwesen zurückgezogen, um dort zusammen mit ihrem Dirigenten Siegfried Westphal für ihr großes Konzert... zu proben.
Jetzt erlebte ein begeistertes Publikum im Studio der Nordwestdeutschen Philharmonie, zu welcher großartigen musikalischen Leistung das Orchester im Stande ist. Die Ouvertüre zu Goethes "Egmont"... stand am Beginn des Konzertes. Die Dramatik der Auseinandersetzung zwischen Herzog Alba und dem Freiheitskämpfer Egmont... fand im Spiel der Nachwuchsmusiker ihren Widerhall.
Anschließend stellte sich Jutta Rieping dem Publikum vor. Die junge Pianistin aus Paderborn... spielte begleitet vom Jugendsinfonieorchester das Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19 und revanchierte sich ...mit einer Zugabe für die große Begeisterung, die ihr Spiel bei den Zuhörern ausgelöst hatte.
Mit der Sinfonie Nr. 8 von Antonín Dvorák... setzte das Jugendsinfonieorchester das Programm fort. Und auch danach zeigten die jungen Nachwuchsmusiker keine Müdigkeit, sondern entführten als Zugabe ihr Publikum mit der Musik zum Film "Der Herr der Ringe" in phantastische Welten.

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Publikum feiert junges Orchester

Folgender Artikel erschien kreisweit im Kreis Herford in der "Neuen Westfälischen" und dem "Westfalenblatt" und im Kreis Lippe (Detmold) in "Lippe Aktuell" und in der "Lippischen Landeszeitung" am 15. Juni 2004:
Kreisjugendsinfoniker in der Musikhochschule
Größere und anspruchsvolle Orchesterwerke zu erarbeiten und zur Aufführung zu bringen ist das Ziel des Kreisjugendsinfonieorchesters... Das Ergebnis ist immer wieder beeindruckend, reicher Beifall belohnte das junge Orchester beim Konzert in der Neuen Aula der Musikhochschule in Detmold.
In einem groß besetzten Orchester mitzuspielen ist eine ganz andere Erfahrung als allein oder in kammermusikalischer Besetzung zu musizieren. Auch bietet die Auswahl der Werke neue Möglichkeiten. Jungen Musikern (ca. 12- 25 Jahre) diese wunderbare Erlebniswelt nahe zu bringen ist das Anliegen einer Initiative der Musikschulen im Kreis Herford, die 1984 das Jugendsinfonieorchester Herford begründete. 1997 übernahm Siegfried Westphal, der Orchesterleitung auf Kursen bei Prof. Bloemeke (Detmold) und Prof. Alex (Berlin) studierte, die Gesamtleitung des Orchesters und setzte seitdem neue Maßstäbe und Akzente. Durch eine ausgewogene Mischung von harter Arbeit, musikalischer Herausforderung und gemeinsamer Freizeit gelang es ihm nun schon zum achten Mal am Ende der Arbeitsphase einen überzeugenden homogenen Klangkörper zu präsentieren und das Unmögliche möglich zu machen. Auch in diesem Jahr hatte sich das Orchester einiges vorgenommen: Felix Mendelssohns Ouvertüre " Die Hebriden " stand am Anfang des Programms. Dieses einsätzige Werk nimmt mit seiner sinfonischen Form eine herausragende Stellung in Mendelssohns Schaffen ein und entführt mit Motiven der nordischen Mythologie in die raue weite Landschaft Schottlands. Die Musiker gestalteten dieses Stimmungsgemälde einfühlsam und differenziert. Zarte Solostimmen über breiten weichen Streicherteppichen münden in ein kraftvolles Tutti.
Franz Danzi (1763-1826) schrieb u. a. mehrere Flötenkonzerte die sowohl Züge des italienischen sowie des deutschen Stils aufweisen. Das Flötenkonzert Nr. 2 d-moll ist an vielen Stellen von Mozart beeinflusst und im ersten und dritten Satz bestimmt durch beschwingte Heiterkeit und klare eingängliche Melodiebögen.
Mit ihrem souveränen Solospiel unterstrich A. Saathoff (1982) aus Bünde, die seit 2002 Flöte an der Volkwang- Hochschule in Essen studiert, gerade diesen Aspekt des Werkes. Scheinbar mühelos und technisch perfekt perlten die Töne in allen Lagen und jedem Tempo leicht aus ihrem Instrument. Im schönen Gegensatz dazu der getragene zweite Satz, bei dem Bläser und Soloflöte in einen Dialog treten.
Nach der Pause durfte man gespannt sein auf Johannes Brahms Sinfonie Nr.2, die er überwiegend in Pörtschach am Wörthersee schrieb. Und so präsentierte das Orchester, durch das sichere, präzise und ausdrucksstarke Dirigat Siegfried Westphals geleitet, eine musikalische Schilderung der Landschaft Kärntens. Eindringliche Horn- und Holzbläsermotive wechseln mit Paukentremoli und geheimnisvollen Posaunenklängen. Dann eine neue Melodie in den Geigen, wie der Morgen nach einem Gewitter…
Der langsame zweite Satz in H-Dur wird eingeleitet durch das wehmütige Cellothema, dem als Kontrapunkt das Fagott gegenübergestellt wird und damit den inneren Zwiespalt der Gefühle symbolisiert. Versöhnend dazu der launige dritte Satz mit dem Ländlerthema in der Oboe, erfüllt von Behaglichkeit und witzigem Übermut. In ungezwungenem Optimismus und Festatmosphäre voller lärmender Fröhlichkeit führt Brahms seine Sinfonie zum jubelnden Abschluss. Bejubelt wurden anschließend auch alle Musiker.

Klagendes Cello, frische Folklore

Aus der Lippischen Landeszeitung vom 1. Juli 2003:
Detmold. Einmal im Jahr erarbeiten fortgeschrittene Schüler und Studenten innerhalb des Jugendsinfonieorchesters im Kreis Herford anspruchsvolle und große Orchesterwerke. Am Sonntag demonstrierten sie unter der Leitung von Siegfried Westphal das mit reichem Beifall bedachte Ergebnis in der Neuen Aula der Musikhochschule.
... Für das Programm wurden Werke von drei Komponisten ausgewählt, die in ihren Heimatländern nahezu den Status eines Volkshelden erreicht haben. Das gilt für Edward Grieg..., dessen Huldigungsmarsch in eingängiger Melodik, wuchtig und ausdrucksstark erklang.
...Dass Edward Elgar ein in Stimmung und Tonfarbe eher düsteres Cellokonzert schrieb, das zu den besten seines Genres zählt, blieb jenseits der britischen Grenzen lange Zeit unbekannt.
... Die in Hameln geborene Cellistin Friederike Matthaei ... beeindruckte mit einer von technischer Perfektion und großer Reife geprägten Interpretation. Die unendlichen Klangmelodien des ersten und dritten Satzes fügten sich zu einer harmonischen Synthese von Romantik und Klassizismus. Faszinierend geriet vor allem der zweite Satz, dessen vibrierende Passagen voller rastloser Unruhe stecken und wie ein bösartiges "Perpetuum mobile" wirken, das sich rasend verselbstständigt und alle Beteiligten mit in den Untergang reißt.
In wohltuendem Gegensatz dazu stand nach der Pause die sechste Sinfonie von Antonin Dvorak, die mit ihrer Zuneigung zu ländlichen Szenarien, temperamentvollen dörflichen Tänzen und Vogelgezwitscher an Beethovens Pastorale denken läßt. Doch gibt sich der tschechische Meister derber und kräftiger, ursprünglicher und bodenständiger. Mit einer Demonstration von Vitalität und Frische ging damit der Abend zu Ende.

Kreisjugendsinfonieorchester begeisterte im Studio

Aus dem Herforder Kreisblatt vom 17. Juni 2003:
Geburtstagskonzert für Grieg
Ein voller Erfolg wurde am Sonntagabend das Konzert des Kreisjugendsinfonieorchesters unter der Leitung von Siegfried Westphal im Studio der Nordwestdeutschen Philharmonie. Die etwa 60 jungen Musikerinnen und Musiker ... spielten pünktlich zum 160. Geburtstag von Edward Grieg (15. Juni 1843) seinen Huldigungsmarsch aus "Sigurd Jorsalfar", außerdem das Cellokonzert von Edward Elgar sowie die 6. Sinfonie von Antonin Dvorak.
Wunderschön begannen die Celli ihr Solo zu Beginn, frisch bliesen die Trompeten - Griegs Musik nahm wieder einmal gefangen. Höhepunkt des Konzertes war allerdings das Cellokonzert e-moll von Edward Elgar, mit bestrickender Souveränität dargeboten von der erst 19 Jahre alten Friederike Matthaei.
Das Konzert, das im Gedenken an den ersten Weltkrieg ausgesprochen melancholisch klingt und, recht ungewöhnlich, vier Sätze hat, beginnt mit einem Solo des Cellos, zu dem sich erst allmählich das Orchester gesellt. Friederike Matthaei verstand es, auf ihrem Cello weiche und schmelzende Töne ebenso hervorzubringen wie raue und heftige. Dabei ließ sie sich vom Orchester, das gelegentlich doch seine Schwierigkeiten hatte, in keiner Weise irritieren. Bei der anschließenden Dvorak-Sinfonie nahm sie wieder im Orchester Platz - eine Leistung, die ganz vom Überschwang der Jugend kündete.
Dvoraks 6. Sinfonie ist ein groß angelegtes Werk, das mehr als 45 Minuten dauert. Die Hörner beginnen mit einer synkopischen Figur, auf der sich dann das Hauptthema entfaltet. Hier zeigte sich erneut die Sorgfalt des Dirigenten in der Gestaltung des Beginns. ...
Mit den Solostellen des Adagio gab es gelegentlich Schwierigkeiten, großartig war aber das Zusammenspiel beim Scherzo, "Furiant" überschrieben. "Furiant bezeichnet einen Bauernburschen, der in allen Lebenslagen selbstbewußt seinen Mann steht" (Otokar Sourek), und so kam dieses herrliche Stück Musik auch daher. Es gab verdienten Beifall und Blumen für Dirigent und Orchester. ...

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